Dienstag, 16. Juni 2015

Mein 100. Post






Wow!
Heute hat mein Blog quasi Geburtstag -

DIESES IST MEIN 100. POST!

Und ich muss sagen, dass das irgendwie ganz schön
schnell ging.
Zeit, um einmal kurz ein Resümee zu ziehen.
Findet Ihr nicht?

Was mir dazu zuallererst einfällt, ist:
Es macht mir noch immer riesig Spaß, Euch hier zu schreiben!

Ich platze einfach vor Ideen, was ich Euch alles erzählen möchte.
Oft stehe ich schon morgens unter der Dusche und wünsche mir, ich hätte ein wassertaugliches Aufnahmegerät, weil mir gerade wieder etwas durch den Kopf geht, das ich unbedingt aufschreiben möchte, und ich Angst habe, es womöglich wieder zu vergessen.
Oder im Auto...oder bei langweiligen Elternabenden...oder in Wartezimmern...

Überall habe ich Notizzettelchen mit Stichpunkten, meine Notizen im Iphone quellen über – und mein Kopf sowieso. 

Manches, das ich schreibe ist für mich auch wie mein persönliches Mantra, denn indem ich es aufschreibe verinnerliche ich manches noch viel mehr.
Meine Kamera habe ich auch, bevor es den Blog gab, schon fast überallhin mitgeschleppt.
Aber jetzt gibt es kaum noch Ausnahmen. Die Kleine ist praktisch im Dauereinsatz und wird kaum noch in den Schrank gepackt.

Warum ich diesen Blog ansonsten schreibe, und weshalb ich so einen Spaß daran habe, habe ich Euch ja vor ein paar Monaten schon hier klick erzählt.

Manchmal fühle ich mich allerdings ein wenig wie der Lehrer, der vor der Klasse spricht.
Ich rede – und Ihr schlaft lest.
Kommentare macht man in den Pausen.

Das ist auch o.k. für mich. Im Gegenteil...
Wo kann man sonst schon einmal soviel reden wie man möchte – und vorallem – WAS man möchte?
Und ich weiß ja, dass Ihr da seid. Und lest! Das reicht mir eigentlich....

Aber vielleicht setzt Ihr ja irgendwann doch einmal einen kleinen Kommentar unter den ein oder anderen Post?!
Der darf bzw. muss ruhig ehrlich sein!
Oder vielleicht teilt Ihr ja einmal den Link zum Post bei Facebook?! 

Eigentlich wollte ich Euch das ja nie sagen, aber jetzt merke ich doch zunehmend, dass ich mir etwas mehr zwischenmenschliche Beziehung mit Euch wünsche.

Ich bin ja hier nur bedingt der Chef,
und der Blog keine Diktatur.
Also traut Euch ruhig, und schreibt mir einmal.

Und ich schwöre Euch: Wenn Ihr nicht die bekannten
Code-Wörter benutzt, wird Euch auch nicht gleich die CIA durchleuchten.

Ansonsten lautet mein Resumee hier ganz klar und deutlich:
Ihr seid mir wichtig!
Der Blog ist mir wichtig!
Ich liebe es daran zu schreiben oder dafür zu photographieren!
Und:
Ich bleibe bei Euch, und ICH MACHE WEITER!

Uppss..jetzt bin ich hier wieder so euphorisch...
Dabei müßte ich ja eigentlich an dieser Stelle auch einmal meine Familie zu Wort kommen lassen, denn die erfahren den Blog ja fast tagtäglich am eigenen Leibe, was?!

Aber bevor die hier so komische Sachen schreiben, wie
„die leckersten Gerichte kommen seit Blog-Start immer kalt auf denTisch", oder dass immer einer das Stativ schleppen muss...?!
Ich lasse das jetzt mal alles so im Raum stehen, denn in Wirklichkeit ist es so, dass meine drei Männer noch immer alle mit Freude den nächsten veröffentlichten Post erwarten, keiner ein Problem damit hat, wenn ein Photo von ihm ins Netz kommt und noch nie jemand etwas gegen die Inhalte der Posts einzuwenden hatte.

Nur mein Mann - ein einziges Mal.
Das war, als ich geschrieben hatte, dass er sich immer - wirklich immer! - in Holland verfährt. Aber selbst das nur recht halbherzig (und außerdem weiß er ja, dass es stimmt!)

Und auch mit dem 100. Post bin ich mir

                  - wie Ihr merkt -
übrigens treu geblieben, und  schreibe nur dass, was ich will und was mir gefällt.








Hier kommt partout nichts anderes auf den Tisch, denn irgendwie kann man sagen, dass mein kleiner Blog die Firma und ich die Chefin bin, und der Chef darf nun mal bestimmen, oder?!


Ich hoffe jedenfalls, meine Themen gefallen Euch, und wenn mal nicht, dann macht den Post einfach zu, und den nächsten wieder auf, denn schließlich seid auch Ihr Chef!
Ich über das Geschriebene und Ihr über das, was Ihr lest!








So sind wir doch ein ganz gutes Team, finde ich, oder?!


Und so kann es bleiben!

Also...auf die nächsten 100 Posts!!
Prost, Ihr Lieben!

Eure Lillewind




Donnerstag, 11. Juni 2015

Chalk Paint - Oder die Farbe, die man nicht zusammen mit seinem Mann verarbeiten sollte….









Mann ist echt ein handwerkliches Allround-Talent
- das muss ich hier einmal ganz stolz erwähnen!

Aber eines hat er einfach nicht:

Zeit!

Gerade hat zudem die Segelsaison angefangen, und
da weiß ich genau, dass meine häuslichen Deko-
oder Renovierungsprojekte erst einmal ganz unten
auf der männlichen Prioritätenliste stehen.

Es ist jedes Jahr dasselbe:
Was ich bis Mai nicht habe, bekomme ich in der Regel auch frühestens im Herbst gemacht...

Nun wartet unser Jüngster aber schon seit Januar,
genauer gesagt, seit wir in seinem Zimmer endlich
die alten Möbel, die zugegebenermaßen noch das
Kleinkinderzimmer unseres Grossen und ein I-Männchen-Schreibtisch waren -
gegen weiße Regale, ein breiteres Bett und einen neuen Schreibtisch eintauschten, darauf, dass wir seinen alten Kleiderschrank dazu passend weiß streichen. 

Bei dem habe ich mich nämlich durchgesetzt.
Ganz ehrlich, warum immer alles gleich ganz neu kaufen?
Klar, ist der Landhausstil des Schrankes auch nicht
mehr mein Stil, aber lieber mal diesen aufpimpen, 
als einen Vollholzschrank für einen Appel und ein Ei weggeben, oder?! 

Seit längerem habe ich deshalb darüber gegrübelt, 
wie ich diesen geölten Schrank weiß streichen könnte.

Innerlich sträubten sich mir allein schon die Nackenhaare bei dem Gedanken an den Lack- und Terpentingeruch im
Zimmer unseres Sohnes, und 
– das muß ich auch zugeben:

Ich bin eben NICHT das handwerkliche Talent, und meine Ausdauer und Geduld haben auch sehr enge Grenzen. 

Durch Zufall bin ich dann in einem wunderschönen Laden mit vielen schönen Dingen aus Holland auf Kalkfarben gestoßen. 
Sie sind wasserlöslich, fast geruchsfrei, und jeder handwerkliche Trottel
– ich also – 
soll damit klar kommen können, denn sie wird ausgerechnet NICHT in sauberen Strichen verteilt, sondern hin- und hergeschmiert, bis jede Pore des Holzes abgedeckt ist. 

Außerdem erklärte man mir, daß ich den geölten Schrank vor dem Streichen nur mit Soda abwaschen müsse, was ja ein uralter Haushaltsreiniger und für die Umwelt ziemlich unschädlich ist.

Gefiel mir also alles gut. 



Die Optik des gestrichenen Teils geht eher in die Richtung Shabby Chic (zugegeben…schon sehr shabby) als chic. 
Aber: Perfekt, fand ich! 

Als die Farbe schließlich ankam, war der Chef Mann des Hauses dann aber doch etwas irritiert. 
Ihr wißt ja: 
Streichen, Schrauben, Hämmern = Männersache. 
Muss Frau halt warten, bis Mann Zeit hat, oder?! 

Prompt kam auch das "Hilfsangebot“! 
Ohje…sehr nett….und ganz unerwartet…! 
Aber….

DIESER SCHRANK SOLLTE JA NUN MEIN
PROJEKT WERDEN, oder?! 

Ich konnte mich schließlich innerlich nun auch schon seit fast sechs Monaten darauf einstellen. 

Ausserdem kenne ich meinen Mann nun schon seit ein, 
zwei Tagen und wußte genau, wo sein Problem bei dieser Farbe liegen würde... 

Aber egal, ich würde den Schrank auf jeden Fall 
allein bearbeiten!
Basta! 

Dann kam der Tag der Tage, und, wenn ich ehrlich sein soll, bekam ich schon Angst, als ich den Kleiderschrank endlich ausgeräumt und dann auch irgendwann endlich aus- und abgewaschen hatte. 

Das würde ein echtes Projekt werden!
Ich sah meinen Sohn schon wochenlang um Wäscheberge herumleben.
Mittendrin der Schrank, der auf die Weiterbehandlung wartete, weil mir dann doch immer wieder etwas dazwischen gekommen ist, was wichtiger ist…
...als da wären abzuhörende Lateinvokabeln, einzupflanzende Tomatenpflanzen, zu fahrende Kinder, größere Projekte im Büro, zu schreibende Blogposts…

Als daher mein Mann irgendwann nochmals das Angebot machte, mir zu helfen (er kennt mich ja schon ein, zwei Tage?!), nahm ich an.
Frauen sind ja manchmal so geradlinig!




Also wurde der Schrank eines schönen Sonntags auf die Terrasse getragen, weil draußen herrlichster Sonnenschein herrschte, und das Wetter eigentlich viel zu schade war, um drinnen zu werkeln.

Und dann ging es los!

Ich wußte ja, dass die Farbe total dickflüssig ist.
Kalkfarbe eben.
Ein wenig muss man sich das allerdings vorstellen wie Zahnpasta.
Und genau so müßt Ihr Euch auch das Auftragen vorstellen!
Als würdet Ihr Zahnpasta verteilen, die ja auch noch recht schnell trocknet.
Was einerseits den Vorteil mitbringt, dass praktisch jedes Material mit dieser Farbe gestrichen werden kann, was natürlich aber auch zur Folge hat, dass sie nicht wie ein Lack verteilt werden kann / muss.

Und dann fing mein Mann an, zu streichen...!
(...und der Schrank war nun wirklich nicht sein Premierenstück)

Er fing an der rechten Außen-Schrankwand an – ich an der Linken.

Total ungläubig machte er die ersten Pinselstriche, brummelte vor sich hin, schaute ein paar Mal irritiert auf das, was ich da machte, dann auf das, was er da machte 

– und kam merklich überhaupt nicht klar!

Ich dagegen fand es herrlich, die Farbe hin und her zu schmieren, und die alte Farbe ratzfatz verschwinden zu sehen.
Mein Mann konnte schon mit dem Ausdruck "Shabby Style" nichts anfangen

- und fing an, zu schwitzen.

„Und Du meinst, das soll SOOO aussehen?
Du meinst, das muss nicht zweimal gestrichen werden?
Soll ich nicht hier … abkleben? …und da?“ 

Mensch, der Mann konnte einfach nicht damit umgehen, 
dass einfach nur geschmiert wurde.
Unglaublich! 

Ich habe also meine Seite fertig "geschmiert" und dann mal
die Seite gewechselt, um mir sein Ergebnis anzusehen.
...und wäre fast zusammengebrochen!

Fein säuberlich war die Farbe schön verdünnt in ordentlichen Bahnen aufgetragen.
(So ordentlich, wie man das mit Kalkfarbe nur kann.)
Jedes Astloch und jedes alte Gekritzele der Kinder noch unter der Schicht sichtbar.

Sein Kommentar:
Das würde er zweimal streichen.
Dann sähe das super aus.
Und ganz ordentlich!

Super? Ordentlich??
Shabby Chic sollte das werden!
Ich war kurz vor dem Nervenzusammenbruch…

Ich sah auch in Gedanken schon die beiden Türen vor mir. Seine und meine! Der zweigeteilte Schrank!
Schönster, hingeschmierter Shabby Chic versus deutsche Ingenieurs-Genauigkeit.

Süss, was?!
Nein! Untragbar!

Das sah mein Mann dann auch ein.
Und auch, dass ich den Style einfach besser drauf habe! Hah...!
(ich will jetzt auch gar nicht darüber nachdenken, ob es ein Kompliment ist, wenn jemand sagt:
"Shabby kannst Du gut!?!")

Jedenfalls überließ er mir dann den Schrank!  Den ich dann in herrlichstem Shabby-Gehabe zu Ende beschmiert gestrichen habe.
Wunderbar!

Die Farbe war übrigens schon nach einer Stunde komplett getrocknet, aber ich habe trotzdem erst am nächsten Tag den letzten Schritt erledigt, und über der Farbe einen transparenten Wachs aufgetragen.

Und schaut mal! Sieht doch gut aus, oder!?






Nicht chic aber shabby!

Und für jeden handwerklichlich total Unbegabten zu machen. Je unbegabter umso besser!
– man darf nur, um Gottes Willen, kein Ingenieur sein.
Das nur als kleinen Tipp für alle, die daran denken, einmal mit dieser Art Farbe zu arbeiten.
Ich persönlich habe auf jeden Fall noch das eine oder andere Stück im Kopf, dass ich damit streichen möchte.



Und zum Schluß mache ich noch einen U-Turn beim Thema, denn ich habe da noch einen ganz anderen Tipp für Euch!

Ich weiß ja, dass Ihr genau wie ich auf Dinge steht, die zum einen schön anzusehen aber auch praktisch und am besten auch lecker und gesund sind!

 
Bei Esther vom Blog
Blickwinkel
könnt Ihr momentan wunderschöne Dinge
des Shops Geliebtes Zuhause gewinnen.


Schaut doch mal hier.

Ich mache natürlich auch mit, denn ich bin ganz scharf auf die tollen Gläser von Ball Mason.

Schließlich trinkt auch das Auge den Smoothie mit, und mein Mann kann seinen Smoothie damit auch noch „schön" und "auslaufsicher" zur Arbeit transportieren.

Und, da ich ab heute auch endlich wieder meine Bio-Gemüsekiste bekomme, kommt ein neues „grünes Kochbuch“ doch immer gut, oder?!

Schaut einfach mal rein – sie hat nämlich auch immer soooo schöne Photos, und ein Besuch bei ihr lohnt sich sowieso!


Die Aktion geht bis zum 27.06.2015.


Liebste Grüße

Eure Lillewind


Montag, 8. Juni 2015

Sommerleichtigkeit


Ab sofort machen wir es wie der Sommer!

Wir nehmen es jetzt leicht!








So wie die Menschen bei diesen wundervollen
warmen Temperaturen gerade in die Biergärten
und an die Seen schwärmen, die Grills an- und
die luftigen Kleider überwerfen, und man im Auto
am liebsten schon morgens 
mit offenem Fenster und lautem
Sommerbeat durch die Gegend
cruisen möchte,

SO SOLL DER SOMMER SEIN!






Also nimm auch Du es leicht,
denn das ist jetzt Deine Zeit!

Ich z.B. möchte mich jetzt nicht mehr
mit dem Pessimismus anderer aufhalten, den 
diejenigen vielleicht nicht ablegen können,
und dadurch doch letztendlich
nur ihr schönes Leben
nicht genießen können.

Stattdessen glaube ich fest daran, dass das Leben es
gut mit mir meint.

Gerade heute bin ich die Prinzessin,
und wenn ich nur fest genug daran glaube,
passiert mir auch nur das Beste!

Denn es wartet schon auf mich!
Und macht mir das Leben schön!

Und auf Dich! Und Dein Leben!

"What you think is what you get!"
Weißt Du doch, oder?!

Wenn es regnen soll, wird es regnen,
aber dann genießen wir vorher noch die Sonne
und räumen die Gartenmöbel erst dann weg,
wenn die ersten Tropfen fallen.

Und wir genießen den Sonnenschein und
schimpfen nicht schon währenddessen lautstark
über den Regen, der kommen wird, denn dann
wird es auch regnen.
Schon während die Sonne scheint.

So einfach ist der Unterschied!

Krank werden wir dieser Tage übrigens auch nicht,
denn es ist ja einfach so: 
Wer positiv eingestimmt durchs Leben geht
und sich nicht den lieben langen Tag sorgt,
der bleibt auch gesund.


Und, wenn Du Dich jetzt wunderst, dass Du
die Prinzessin oder der Prinz sein sollst,
dem es so gut geht, dann vergisst Du
vielleicht,


DASS DU SELBST EIN WUNDER BIST?!


Liebste Sommergrüße von
Eurer Lillewind










Freitag, 5. Juni 2015

{Rom} – Das große Special – Teil 2

...oder 11 ganz eigene Tipps und Eindrücke 



Ihr werdet mir sicher recht geben, dass Rom eine mächtig faszinierende Stadt ist.


Es wurden ja tatsächlich auch schon zwei oder drei Bücher über sie geschrieben.

Zu recht, denn sie hat ja nicht nur schon einige Jahre auf dem Buckel, sondern jeder einzelne Stein kann dort ja fast seine eigene Geschichte erzählen.






Mit nur einem Post über Rom kann ich Euch daher auch unmöglich alles gesagt haben, was mich an Rom fasziniert, begeistert oder vielleicht auch genervt hat.

Genau hier kommen jetzt also wie im letzten Post angekündigt elf Fazits und Ideen, die ich für mich selbst zu Rom gezogen habe, bzw. die vielleicht auch für Euch interessant sein könnten, wenn Ihr die Stadt einmal besucht:





Fazit Nummer 1:

Freundlichkeit

Ich habe während meiner Auslandsaufenthalte in diversen Ländern selten so freundliche und hilfsbereite Menschen kennengelernt wie in Rom!
Vom Zugführer, der extra noch einmal seine dicke Lok ausgestellt hat und seine Kanzel verlassen hat, um uns den Fahrplan und den Weg zum richtigen Gleis zu erklären, oder unseren Vermietern, die sich zu jeder Tages- und Nachtzeit Zeit für uns genommen hätten, über den Kellner in der Bar (o.k., das war ein Mazedonier) bis zu den Menschen in den Strassen oder gar den Carabinieri!

Keine Frage war zu blöd, dass einem nicht geholfen wurde, oder einfach ein, zwei freundliche Worte – oder mehr - gewechselt wurden.






Fazit Nummer 2:

Autofahren

Dem Autofahren in Rom müßte ich eigentlich einen ganzen eigenen Post widmen.
Dieses Phänomen kann man kaum in zwei, drei Sätzen abhandeln. Ich versuche, mich trotzdem kurz zu halten....










Auch, wenn ich damit das Klischee schlechthin bediene, hier zunächst einfach nur mein Tipp:
Ihr seid in Rom mit Metro, Tram, Bus und Zug wirklich gut bedient, und das System deckt Rom fast völlig ab.

Kein Grund, mit einem Auto, das größer ist als ein Fiat 500
in die Stadt zu fahren.





Überhaupt sollte das Auto nicht vier Ecken haben, denn nach dem Besuch ist es rund.
Glaubt es oder glaubt es nicht, aber gut 60% der Autos, die wir in Rom gesehen haben, hatten rundherum Beulen,
30% der parkenden Autos sind so zugeparkt, dass sie höchstens mit einem Kran noch oben gezogen und dann wieder auf die Strasse gesetzt werden könnten, und überhaupt weiß ich jetzt, warum die meisten italienischen Autos ein Schiebedach haben.
Das benötigen der Fahrer zum Aussteigen!

Auch ist es nicht einfach, als Fussgänger eine Strasse zu überqueren, denn hat man erst die vier Spuren lebend überwunden, muss man noch eine Lücke zwischen den parkenden Autos finden, durch die man sich auf den Bürgersteig durchquetschen kann.

Mein Tipp: Haltet Euch an gekennzeichnete Fussgänger-Übergänge mit Ampeln!

In Deutschland wäre das alles undenkbar.

Denkt nur daran, dass hier für jeden kleinsten Kratzer die Polizei gerufen wird, und eine Reparatur am Auto, die doch offensichtlich nur eine kleine Beule am Kotflügel ist, kostenmässig in die Tausende geht.

Die Römer nehmen das alles unglaublich tolerant hin.
Nur „schwerere Vergehen“ wie das totale Zuparken einer Einfahrt, werden offensichtlich mit hochgestellten Scheibenwischern bestraft.

Solltet Ihr einmal Rom besuchen, bleibt einfach einmal einen Moment an einer großen Kreuzung stehen und schaut Euch das Schauspiel an, wenn die Ampel auf Grün umspringt:
Zunächst fahren mit ganz , ganz viel Getöse circa 40 Vespas los, die sich an den roten Ampeln immer ganz nach vorn drängeln, und dann kommen erst die Autos.

Der Nürburgring ist dagegen ein Seniorenpark, sage ich Euch.






Fazit Nummer 3:

Rom und Mode

Ich muss leider auch dieses Klischee bedienen:

...aber die Italienerinnen glänzen tatsächlich durch schlichte Eleganz sowie durch ein Gespür für passende Kombinationen.
Und fast alle wirken auf eine Art, die völlig unbemüht und entspannt wirkt.

Es ist ein wirklich starkes Bild, wenn sie da total chic mit Highheels auf der Vespa vorbeidüsen, bei Regen einfach einen Poncho übergeworfen.

Und die Krönung ist dann noch der Hund, der zwischen ihren Füssen sitzt.


Überhaupt nimmt die Römerin ihren Hund auch gern einmal mit in den Supermarkt zum Einkaufen.
Die meisten Hunde sind hier sowieso nicht größer, als dass Frauchen den Liebling auch mal locker mit einer Hand tragen könnte.

Und, weil ich finde, dass sich viele deutsche Frauen vom Stil der Römerinnen eine Schnitte abschneiden können - hier gehört die z.B. die Sportkleidung offensichtlich ins Sportstudio und nicht in die Stadt, auch Jeans sieht man gar nicht mal so häufig, dafür sehr  viele hohe Absätze -  habe ich mich vor der spanischen Treppe extra noch einmal bei den einschlägigen Adressen für Euch schlau gemacht, was wir in diesen Sommer so tragen sollten!

Ich habe meine Gummistiefel jedenfalls schon poliert und hier gibt es auch ein paar Impressionen für Euch:

















Bitte verzeiht mir meine Pauschalisierungen, aber Ihr wisst ja, dass ich hier das schreibe, was ich sehe und empfinde....


Fazit Nummer 4:
In Rom muss man nicht alles teuer bezahlen

Wenn man es in den Strassen von Rom nicht übertreibt und einigermassen traditionelles Essen wie Antipasti, Pasta oder Pizza mag, dann muss ein Rom-Urlaub nicht teuer sein (kann natürlich – wenn Du willst!)
Man bekommt nämlich fast an jeder Ecke zu einigermaßen fairen Preisen leckerste kleine Speisen.

Gern noch mit einem Wein und einem Espresso dazu. (Dummerweise, ist der halbe Liter Wein gleich unproportional güstiger als das Glas Wein, und am besten nimmt man sowieso gleich die ganze Flasche, oder?!)










Fazit Nummer 5:

Schuhwerk

Ich habe es nun schon ganz oft betont:
Rom ist eine Zu-Fuss-Stadt.
Die Möglichkeit, die Stadt einfach einmal auf Dich zukommen zu lassen, solltest Du Dir nicht nehmen lassen. Daher nimm nicht die Highheels, sondern unbedingt bequeme Schuhe mit.
Die zahlen sich wirklich aus!









Fazit Nummer 6:

Unterkunft

Wir wollten in Rom nicht in einem Hotel irgendwo in der römischen Innenstadt wohnen.
Zum einen mag ich Hotels einfach nicht so gern (ich spreche natürlich nicht von denen, mit Blick auf die Alpen und sündhaft-teurem wunderschönen Spa-Bereich), zum anderen wollten wir gern eine Unterkunft haben, bei der wir vielleicht abends einfach noch mit einem Wein nett draussen sitzen können.

Und in Rom ist es durchaus nichts Aussergewöhnliches, ein Hotelzimmer ohne Fenster zu bekommen oder ein Zimmer mit Fenster, dass man nicht öffnen kann, weil der Strassenverkehr so laut ist.













Ich finde es aber einfach herrlich, nach einem langen Tag im Trubel der Innenstadt noch einmal kurz in der Stille und im Grünen verschnaufen zu können.

Das haben wir tatsächlich gefunden, denn wir haben in Trastevere im Gartenhäuschen eines buddhistischen Paares, zweier Zen-Mönche, gewohnt. 




Ein wunderbares Erlebnis.

So liebe und hilfsbereite Menschen!
Und wenn ich morgens nicht doch zu müde und träge gewesen wäre, hätte ich gern einmal an der Meditation, einer Yoga-Stunde oder beim Tai-Chi teilgenommen, das die beiden in ihrem Centro anbieten.

Gibt es etwas Schöneres, als mitten in einer Großstadt, an einer vierspurige Strasse im grünen, kühlen Garten zu sitzen und einen Brunnen plätschern zu hören?

Da wären wir übrigens auch schon gleich bei Trastevere und meinem nächsten Fazit.


Fazit Nummer 7: 
Trastevere













Einen Besuch im römischen Stadtteil Trastevere solltet Ihr Euch wirklich nicht entgehen lassen. Entweder um das pulsierende Nachtleben zu bestaunen oder ursprünglich essen zu gehen, oder einfach einmal durch die netten kleinen Gässchen zu schlendern.

Hier kommt dann auch mein ureigener Restaurant-Tipp dazu!

Trattoria - Pizzeria
La Tavernaccia da Bruno
Via Giovanni da Castelbolognese, 63
Roma

So gut, dass wir gleich mehrmals da waren...
Die ganze Familie arbeitet mit, und es gibt die leckerste Pizza (z.B. mit Büffel-Mozzarella) meines Lebens oder andere italienische Spezialitäten zu zivilen Preisen. Selten habe ich ausserdem so freundliche und herzliche Bewirtung erlebt. Sehr nettes Ambiente, leckerstes Essen, freundliche Menschen. Braucht man mehr zum Glücklich-Satt-Sein?


Fazit Nummer 8:
Das vielbesungene römische Gelato.

Angeblich gibt es in Rom die besten Gelaterias (Eisdielen) Italiens. Das sagen andere Landstriche Italiens womöglich auch von sich, aber...


...wir fanden die Preise gepfeffert und gesalzen, und in der Regel gibt es sehr lange Schlangen vor den Eisdielen.


Dafür ist die Auswahl tatsächlich eine Freude für das Auge.
Zig Sorten in zig Farben.





Leider konnte ich selbst tatsächlich keines testen, obwohl wir immer wieder einmal einen Anlauf genommen haben, aber ich war tatsächlich immer entweder gerade so hungrig, dass ich erst einmal etwas Handfesteres als ein Eis, perdone: Gelato, essen wollte, oder so satt, dass es wirklich nicht mehr hineinpasste. Pure Luxussorgen, ich sage es Euch.


Dennoch gebe ich hier einmal den Tipp unserer Vermieter für die ultimativ beste Gelateria Roms weiter. Vielleicht könnt Ihr sie für mich testen, und mir dann Bescheid geben?

Gelato San Crispino

Piazza della Maddalena, 3
Roma
(beim Pantheon)


Dazu paßt übrigens mein


Fazit Nummer 9:

Die besten Rom-Tipps anderer Leute

Es gibt abertausende von Rom-Reiseführern.
Durch ein paar habe ich durchgeblättert, aber glaubt es oder nicht: Die besten Rom-Tipps habe ich bei den Reise-Bloggern gefunden.

Eine tolle Sache ist das mit uns Bloggern, muss ich sagen. Und dann auch noch völlig kostenfrei, authentisch und immer selbst erprobt. Wenn Ihr wieder einmal eine Reise plant, wohin auch immer, schaut doch einfach einmal bei meinen Kollegen von z.B. Wellness-Bummler, ect. vorbei.

Daher wußten wir übrigens schon über die Roma-Card, meinem nächsten Rom-Tipp für Euch:




Fazit bzw. Tipp Nummer 10:
Die Rom-Card

...ist eine Art Ticket für alles, das Ihr an Bahnhöfen, Zeitungs-Kiosken, Touristen-Infos, ect. kaufen könnt. 
Ihr zahlt einmal und habt dann innerhalb von Rom verschiedene Vergünstigungen.
Die Meinungen dazu im Netz sind unterschiedlich, und auch wir haben hin und her überlegt, denn sie ist u.U. ein nicht unbedeutender Kostenpunkt.
Sie ist nicht ganz billig, staffelt sich aber nach der Anzahl der Tage, die Ihr dort seid und die Rom-Card in Anspruch nehmen wollt.
Wenn Ihr sie kauft, habt Ihr damit mehrere Eintritte frei (z.B. Colosseum, Forum Romanum, ect. - leider nicht Vatikan, Petersdom, ect.), aber vorallem das komplette Verkehrsnetz in Rom.
Das ist schon sehr praktisch, vorallem, wenn man gern schon einmal in den falschen Bus einsteigt, wie wir. 

Unschlagbarer Vorteil eines Rom-Passes ist aber, dass es bei vielen Sehenswürdigkeiten, bei denen Ihr für das Ticket anstehen müßtet – und wie gesagt: die Schlangen können seeeeehr lang sein – einen separaten Eingang für Roma-Card-Besitzer gibt, durch den man an der Schlange vorbeigehen kann. So bei uns z.B. am Colosseum und der Engelsburg geschehen.









Fazit  Nummer 11:

Most Important Things

Ohne eine Selfie-Stange für Dein Handy bist Du in Rom (und möglicherweise auch schon dem Rest der Welt?) total out. Falls Du aber keine dabei hast, ist in Rom schnell daran zu kommen, denn Strassenhändler hauen sie Dir an allen prägnanten Punkten wie Petersdom, Engelsburg, Colosseum, in den Metro-Stationen, ect. fast um die Ohren, damit Du sie kaufst. (Alternativ sind das bei einem Wetterumschwung die Regenschirme).
Spart Dir andererseits unter Umständen auch eine lästige Reisebegleitung, oder jemanden, der Deine Kamera absolut nicht beherrscht, und Dich nicht scharf mitten ins Bild bekommt. (Zum Glück benötige ich so etwas ja nicht, obwohl weil mein Mann das  auch nicht kann!)




Na? Hat jetzt der eine oder andere von Euch Spaß an einer Rom-Reise bekommen?

Oder unter Umständen überhaupt mal wieder mit seinem Mann allein eine Reise zu machen oder eine Auszeit zu nehmen. Jungs und Mädels, das ist soooo wichtig!

Nehmt Euch die Zeit unbedingt, denn ich gehe davon aus, dass Ihr, egal wie alt Eure Kinder ggf. gerade sind, länger mit Eurem Mann als den Kindern unter einem Dach wohnen wollt. Und daran muss man leider arbeiten, denn der Alltag macht es einem nicht immer leicht.

Vielleicht konnte ich Euch ja den ein oder anderen Tipp dafür geben....?!


Salve!
Eure Lillewind