Dienstag, 17. Oktober 2017

Noordwijk









Ihr Lieben

Weil für viele von Euch die Herbstferien vor der Tür stehen, gibt es heute wieder etwas für die Augen und für das Reisefieber....

Über das lange Wochenende Anfang Oktober hatte ich
das wirklich dringende Bedürfnis, noch einmal in diesem Jahr - jetzt aber wirklich zum letzten Mal...wahrscheinlich...höchstens  noch ein klitzekleines letztes Mal (ich bin da echt schlimm, ich weiß...) - die Nordsee zu sehen.

Und in der Kürze liegt ja auch die Würze, also auch keine lange Anreise, dafür  aber viel Meer und keine ausgeprägten Gezeiten, bitte!

Ist ja klar, dass damit wieder einmal nur unser geliebtes niederländisches Nachbarland in Frage kam, oder?!

Wir wollten richtig gern wieder einmal nach

Katwijk oder Noordwijk,

weil es dort - so finde ich - einfach die schönsten Strandbuden gibt, und die gehören für mich einfach dazu.

Ein schöner Strandspaziergang und dann zum Abschluß ein Weißwein oder Aperol Sprizz in einer Strandbude mit Blick aufs Meer, umringt von schönster Strandbuden-Deko...herrlich!

Da kommt gleich ein wenig Ibiza-Feeling auf!










Und, um noch einmal zur Deko zurückzukommen:
Jedes Einzelteil für sich ist entweder skandi Stil
oder shabby Chic.
Und der besondere Charme liegt offensichtlich darin, dass es einfach so zufällig herumsteht, oder liegen geblieben und sich selbst überlassen worden zu sein scheint.

Komischerweise regt es in holländischen Strandbuden auch niemanden auf, dass sämtliche Polster auf den Palettenmöbeln im Regen nass werden, in der Sonne trocknen, im Regen nass werden, usw.

Das macht das Meer, oder?!
Dass sich die meisten trotzdem hinsetzen.
Im besten Fall mit einer Decke unter dem Popo - und wenn, der nasse Popo ist hier kein Grund zur Reklamation.


















Mein Favorit unter den Strandbuden ist nach wie vor

DE WITSAND
in Noordwijk

(klick hier)












Ich weiß -
De Witsand ist mit Sicherheit kein Geheimnis mehr, deswegen will ich gar nicht mehr viel dazu sagen.

Schaut Euch doch einfach die Bilder an.
Ich denke, dann versteht Ihr schnell, warum ich hier ganz, ganz schnell herunterfahre.

Dieses Feeling...Der Blick aufs Wasser, Chill-Out-Musik
und - seuffzzz - ein schöner roter Sonnenuntergang.
Geht!


















Noordwijk

ist eine Stadt in den Niederlanden und hat somit - jaaaaa!  - die schönsten Interieur-Läden.

Und wieder habe ich mich gefragt, wie es dieses kleine Land schafft, den Deutschen in diesem Bereich so weit voraus zu sein.

Jedes Mal, wenn ich diese schönen Läden betrete und womöglich zusätzlich noch vorher oder nachher durch meine holländische Lieblings-Wohnzeitschrift, die VTwonen (die SCHÖNERWOHNEN in schön) blättere, bekommt Herr Lillewind Herzrasen.

Kein Wunder, denn der Inspiration folgen ja meistens die Ideen. Und dann kommt Frau in Fahrt und Mann muss es tun? Oder wie war das noch. Ach, armer Herr Lillewind....



Auf jeden Fall muss ich Euch diese Photos aus dem

SOHO Lifestyle

in der Hoofdstraat 129

zeigen.

















Die großen Leinwände haben mich sehr fasziniert.
Sowohl das Motiv - aber auch das System.

Ein Alu-Steckrahmen mit Schiene, in die das auf Stoff gedruckte Bild eingezogen bzw. eingeklickt wird.
Super einfach.

Das Bild ist trotz der Größe gut zu transportieren, kann ratzfatz und relativ (hoffentlich) preisgünstig ausgetauscht werden, und der Stoff kann notfalls sogar gewaschen werden.

Das ist tatsächlich wichtig, denn es kann schließlich durchaus einmal vorkommen, dass Frau die Kaminasche um die Ohren fliegt - aber dazu ein anderes Mal mehr im Bereich:
Pleiten, Pech und Pannen, die Frau Lillewinds Leben bereichern und die Lachmuskeln der Nachbarn strapazieren!

Das System habe ich jedenfalls bei den gängigen Photoleinwand-Produzenten bei uns in Deutschland noch nicht gesehen. Nur bei Lieferanten von Store Design oder Laden- und Messebau.

Wenn Ihr also mehr über diese  "Textilspannrahmen" wißt, freue ich mich auf jeden Fall über Eure Infos.

Ja, und die Läden sind voll von Weihnachtsdeko. 
Was mir bewußt machte: lange ist es nicht mehr, Ihr Lieben, dann klingt das Glöckchen wieder leise.








Der Hammer ist

DE KLOOSTER
in Noordwijk

(klick hier)

Ein irrer Interieurladen, der auch für Events o.ä. genutzt wird, in einer - haltet Euch fest - ja, Kirche!!

An den Wänden findet sich also neben der Einrichtung, den Bildern und der Deko, auch eine Kanzel.







Schaut Euch einfach die Bilder an - das sagt schon mehr als tausend Worte.

Sehr schade, dass der Lottogewinn noch nicht auf mein Konto eingezahlt war, als wir nach Holland fuhren - wobei mir gerade einfällt, dass ich gar kein Lotto spiele.

























Ein wenig nostalgisch wurde mir zumute, als ich diese "Enten"-Parade an der Strandpromenade sah, wo man sich für eine Deuxcheveaux-Rallye rüstete.











Hach...mein erstes Auto war ein solches Vehikel und noch immer finde ich sie herrlich und denke gern an die Zeit mit meiner Ente zurück.
Wenn ich sie auch nur kurz fahren durfte, und wir uns nach einem Sommer schon wieder von einander trennen mußten.

Ich sage nur: Kurzschluß in allen Ecken...seuffzzz...
Ein so liebenswertes Auto, oder?!







Ach, ja...! Und welches Mädchen kann schon einer Braut am Strand widerstehen?!

Zu schön anzusehen, oder?! ...also muss ich Euch die Bilder natürlich auch unbedingt zeigen.

Und Ihr seht, für die Photos habe ich mich noch nicht einmal vor den Hochzeitsphotographen geworfen, sondern ganz brav im Hintergrund gehalten. 










Das waren meine Noordwijk-Impressionen, und mehr brauche ich auch gar nicht, um mich zu erholen.

Höchstens noch den Sundowner am Abend.

Ich gebe es ja zu: ich bin ein echter Gin-Liebhaber geworden - und vielleicht machen wir demnächst zusammen mal ein Tasting, und diskutieren den Abgang mit Maiglöckchen überlagert von Wacholder und Lavendel, und welches Tonicwater Ihr so favorisiert.

Ja, Ihr seht.
Man kann aus allem ein Thema machen, wenn man möchte.

Vorerst aber schicke ich Euch ganz viele liebe Grüße und wünsche Euch bei - hoffentlich noch anhaltendem "Goldenen-Oktober-Wetter" eine schöne Zeit!

Eure Lillewind



























Donnerstag, 12. Oktober 2017

Kinder, Kinder....



Elternzeit - Zeit der Freude, der Herausforderungen und Veränderungen und Herz, Herz, Herz....







Heute gibt es wieder einmal einen persönlichen Post aus der Reihe "Lillewind denkt".

Gerade krempelt sich mein Mutterleben nämlich wieder einmal komplett auf den Kopf.
Zumindest fühlt es sich manchmal so an...
Gerade ist alles in Bewegung – ständig kommt Neues, manchmal Wunderschönes und manchmal weniger Schönes auf uns Eltern zu und fordert uns.
Könnt Ihr Euch noch erinnern, dass ich Euch vor ein oder zwei Jahren einmal geschrieben hatte, das Leben mit Kindern sei nicht planbar?
Da dachte ich noch überwiegend an die kleinen Kinder.
Die, die immer genau dann die Windel voll hatten, wenn wir das Haus verlassen wollten, oder krank wurden, wenn wir zum Sonntagsbrunch eingeladen waren.
Als junge Mutter dachte ich in solchen Situationen oft, dass das alles „besser“ bzw. anders wird, wenn die Jungs größer werden.
Wobei ich da schon manchmal stutzte...
Da war beispielsweise nämlich dieser eine ältere Kollege, den ich so schrecklich pessimistisch fand, weil er immer, wenn ich von den Jungs erzählte, sagte:
„Mach Dir doch jetzt noch keine Gedanken oder Sorgen! Das wird alles noch schlimmer. Viiiieeeel schlimmer! Aber vorallem werden die Probleme und Sorgen anders!“
Wie oft ich mich damals gefragt hatte, warum er seinen Pessimismus nicht für sich behalten kann. 
Gut, er hatte damals schon große Kinder – aber da es ja sonst niemand so deutlich zu jungen Eltern sagt, wird er halt einfach Pech mit seinen Kindern gehabt haben, oder?!
Dachte ich mir so! Damals....
Ob nun die Probleme oder Sorgen mit oder um größere Kinder größer werden, weiß ich nicht.
Aber sie werden tatsächlich anders.
Und zum Glück muss es nun wirklich nicht gleich heißen, dass ein Kind Drogen abhängig wird oder kriminell.
Aber jede Veränderung bewirkt, daß sich die häusliche Situation ändert, und man sich wieder neu einstellen muss.
Und sind es nur die Schlafens- und Aufstehzeiten.
Für mich immer wieder neue kleinere oder größere Herausforderungen.

Aber warum erzähle ich Euch das jetzt eigentlich?
Zum einen, weil ich heute sehr gut verstehe, wenn Paare nach vielen Jahren noch ein weiteres Kind bekommen, wenn das/die anderen schon fast groß sind.
Dieses eine Kind zum Genießen?!
Weil man jetzt weiß, wie es geht - was natürlich Blödsinn ist -  aber vor allem, weil man eines weiß:
Man muß es sich gar nicht so schwer machen.
Es geht auch leichter.

Und jetzt die Wahrheit:
Ich habe es mir manchmal schwer gemacht....

Heute weiß ich, dass Eltern nicht für jede Erziehungsfrage einen Ratgeber zum Nachschlagen und Nachlesen brauchen.
Eltern brauchen in erster Linie zwei Dinge:

1. Ein riesengroßes Herz.
Das haben die meisten von uns ohnehin schon, aber vor allem müssen wir genau diesem Herzen auch glauben.
Deshalb brauchen wir Eltern
2. Vertrauen.
Eben darin, dass wir genau alles richtig machen, wenn wir auf unser (großes) Herz hören.
Irgendwann vor Kurzem erst stöhnte ich innerlich auf, warum ich mich eigentlich einmal gefragt hatte, wann ein Kind alt genug für ein Glas Cola ist, wo doch schon ganz kurze Zeit später ganz andere Fragen im Raum standen, wie:
Wie lange darf man mit 14, 15, 16 und älter eigentlich abends ausgehen?
Wann und wieviel Alkohol darf oder muss man erlauben? 
Wieviel Schule muss sein, und was kommt nach der Schule....?
Und, und, und....
Veränderungen und Entscheidungen und Diskussion noch und nöcher...

Und hieß es irgendwann einmal:
Hör bei der Erziehung auf Dein Herz, so brauchst Du irgendwann zum Herz tatsächlich auch noch


3. Coolness!
Ich grinse gerade, denn wenn ich mir heute vorstelle, daß auch ich eine dieser Mütter war, die schniefend am Beckenrand stand, als der Große das Seepferdchen bestanden hatte, werde ich jetzt noch innerlich rot.

Ich will das Seepferdchen ja jetzt auch gar nicht heruntermachen, liebe junge Eltern!
Das Seepferdchen ist schon etwas Besonderes  – aber sagen wir mal so: es kommt noch größer!

Der erste August war nun wieder einmal so ein Tag der grossen Veränderungen und Neuerungen in meinem Mama-Leben.
Knapp nach Bestehen des Seepferdchen, hat mein Großer nun eine Ausbildung begonnen. 
(Und, wenn ich das so schreibe, meine ich das genau so! Gefühlt hatten wir doch gerade erst noch das Seepferdchen...)

Nach einer Zeit, in der uns das deutsche Schulsysteme und er - sagen wir einmal - fortwährend auf die Probe gestellt haben, habe ich nun einen glücklichen, großen, berufstätigen Sohn.
Wie sich das anhört, oder?!
Als er am 1. August morgens das Haus verließ, war ich es also schon wieder, die ein paar Tränchen herunterschlucken mußte.
Wie damals am Beckenrand...
Aber was das bedeutet!
Zunächst einmal: Ich habe jetzt nur noch ein Schulkind!
Und damit keine Elternabende mehr an der einen Schule, bei denen man sich bei den Wahlen schnell wegducken muss.
Auf der anderen Seite aber irgendwie auch keine unbeschwerte Kindheit mehr.
Keine zwölf Wochen Ferien mehr, sondern „hartes“ Berufsleben.
„Hart“ deshalb, weil ich mich nur zu gut an den ersten Tag meiner Ausbildung nach dem Abitur erinnern konnte.
Völlig naiv und gut behütet fiel ich mit 19 Jahren in die Berufswelt, und suchte verzweifelt den nicht mehr vorhandenen Welpenschutz.
Plötzlich war da keiner mehr, der nachmittags fragte, ob ich Hunger oder Durst habe.
Keine Lesepause nach dem Mittagessen.
Kein „Ach, ruh Dich erst mal aus“ zwischendurch.
Und dann sind plötzlich die eigenen Kinder soweit...
Neeeee, oder?!
Aber die sind doch noch so ....klein!?
Stand ich nicht gerade noch am Beckenrand?
Ja! Das ist dieser magische Moment, denn dann sind sie nämlich irgendwie groß.

Der Moment, an dem man sich besinnt, dass es so schwer doch gar nicht war. Und man plötzlich weiß, dass man DAS auch ohne Erziehungsratgeber in Form von Büchern, Lehrern und Freundinnen geschafft hätte, weil man am Ende ja doch nie anders konnte, als einfach auf sein Herz zu hören.

Ich will nicht sagen, dass es einfach ist und von allein geht.
Ganz und gar nicht, aber liebe junge Eltern, eines verspreche ich Euch:

Sie werden alle groß!
Obwohl ich mich fast täglich frage, wann das bei uns bloß passiert ist?
Habe ich ihn nicht gerade noch gestillt?
Das ist die Sache!
Niemand bringt Euch schonend bei oder warnt Euch vor, dass es vielleicht morgen so weit ist und Eure Kinder groß sind. Es ist ein fließender Übergang.
Plötzlich quietscht die Stimme, und durch Zufall schaust Du mal wieder ins Familienalbum und erkennst gerade noch Dich selbst auf den Photos aus dem Familienurlaub im letzten Jahr.

Und garantiert fragst auch Du Dich dann:
„Wie kann das sein?! Wann, bitteschön, ist der mir so über den Kopf gewachsen?“
Oder: „Habe wirklich ICH diesen großen Menschen mit seinem eigenen Kopf und Willen und dieser Power und Kraft einmal zur Welt gebracht?!“

Und das ist dann wahrscheinlich der Moment, in dem die oder der eine oder andere von Euch merkt, dass man es doch noch einmal haben möchte. Weil es doch so schnell vorbei war. Und gar nicht so schwer.
Und dann ist ja vielleicht die Zeit reif für einen Familien-Nesthäkchen?!
Das kann ich wirklich gut verstehen.
(Wird es bei Familie Lillewind aber auf keinen Fall geben...nicht falsch verstehen).

Aber... 
Als Lillewind habe ich die Gelegenheit natürlich auch wieder einmal zum Nachdenken genutzt, und mich gefragt, wie ich selbst - ganz persönlich - es mir mit diesen beiden Jungs manchmal so schwer machen konnte, als sie Babys waren?!
Wo die Zeit doch nur so kurz war...
Rückblickend war ich sogar total anfällig für alles, was es jungen Müttern und Eltern möglichst schwer machen konnte.

Tatsächlich sind es ausgerechnet oft genau die Dinge, die es den jungen Eltern leichter machen sollen, und die dafür sorgen sollen, daß Babys und Kleinkinder möglichst unfall-, allergie- und krankheitsfrei groß werden, die es manchen Eltern, die alles richtig machen wollen, ausgerechnet schwer machen.

All die Vorschriften und Ratschläge, die dafür sorgen, dass vor allem Kleinkinder und Babys die perfekte Ausrüstung haben, um im Auto oder auf dem Fahrrad sicher mitzufahren, im Bett ergonomisch perfekt und vor plötzlichem Kindstod geschützt schlafen können, die sicher stellen sollen, dass sie später bestmöglich gefördert werden, um wirklich und tatsächlich Ihre Intelligenz nicht ungenutzt zu lassen, und ihnen damit später eine gute Schul- und dann Berufsausbildung möglich machen - und damit ein vermeintlich glückliches Leben.

 
O.k., ich als Lillewind gebe zu:
Natürlich muss vieles einfach sein, und es ist gut, dass es Fachleute gibt.
Manche Menschen müssen auch mehr an die Hand genommen werden als andere. Das ist in allen Lebenslagen so.

Aber viele Dinge, die uns zu Zeiten, als meine Söhne noch Babys oder Kleinkinder waren, geraten und empfohlen oder vorgeschrieben wurden, waren zufällig auch die Dinge, die Eltern das Leben am schwersten machen und dem Familienleben genau die Leichtigkeit nehmen, die viel wichtiger für ein glückliches Beisammenleben ist, als selbstgekochte Babybreie – sie kostet das auch viel zu viel wichtige Kraft.
Heute möchte ich allen jungen Eltern davon erzählen, was das unter Umständen für ein falscher und unnötiger Perfektionismus ist!

Garantiert muss kein Kind den Fahrradhelm mit dem dem TÜV-Stiftung-Warentest-Ökotest-Wer-hat-noch-was-zu-melden-Siegel tragen, wenn Mama und Papa später vor lauter „Immer-nur-das-Beste-suchen“ keine Zeit – geschweige denn Geld – mehr haben, um überhaupt mit dem Kind Fahrrad zu fahren.
Ein Familienurlaub wird dann finanziell schwierig, weil das Geld schon für das Beste vom Besten ausgegeben wurde, denn neben dem Fahrradhelm gibt es auch noch große Unterschiede beim Fahrrad selbst, beim Autositz, beim Tornister, den Schuhen, ja, selbst Mütze ist nicht Mütze, wenn man sämtliche Schadstoffe, Inhaltsstoffe, Herstellungsort und die perfekte Passform berücksichtigen möchte. Ehrlich! Alles schon erlebt und gesehen!
Als meine Jungs klein waren, bekamen tatsächlich auch sie nur Schühchen aus Schuhläden mit spezieller Beratung von „namhaften“ Herstellern, die Schuhe mit bestmöglich geformten Innen- und Aussenleben versprachen, damit den kleinen Füsschen auch kein Härchen gekrümmt wurde.
Und wißt Ihr, was das Ergebnis war?
Schon ab der Grundschulzeit verweigerten sich die Jungs total und wollten nur noch das Schuhwerk, das gerade die aktuellen Rapper oder Sportler trugen, tragen.

Nichts mit Fussbett. Kein Leder.  Nix atmungsaktiv.
Dafür aus Kunststoff, damit bloß nichts atmen konnte.
Und, um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, wurden diese Schuhe dann auch noch ohne Schnürsenkel bzw. „offen“ getragen, so dass der Fuss garantiert im Schuh keinen Halt fand und eine merkwürdige Haltung annahm.
Ich schätze, allein an diesem Punkt hätte ich für beide Kinder zusammen im Laufe der Jahre locker eine hohe dreistellige Summe sparen können.
Das Geld hätte ich auch mal besser weggelegt für die ganze sprachliche und musikalische Frühförderung, der ich nebenbei noch unzählige Wartestunden im Auto zu verdanken hatte.
Was war ich froh, als ich später ein Smartphone mit Internet besaß, um mir Wartezeiten, die von falschen Akkorden an Klavier oder Gitarre untermalt wurden, verkürzten. Noch mehr, als ich dann den Familienhund hatte, mit dem ich während so mancher Wartestunde durch die Natur stapfen konnte.

Und, liebe junge Eltern, Ihr solltet noch eines wissen:
Heute spielt keines meiner Kinder Gitarre oder Klavier.
 
Was mich zu dem Schluß bringt, daß ich schon damals dieses Geld besser in meine eigenen Photo- oder Yoga-Workshops investiert hätte, oder?!

Aber, was ich Euch sagen möchte:
Sie sind so schnell groß, unsere Kinder!
Glaubt mir – fast stehe ich noch am Beckenrand und heule, weil mein Großer sein Seepferdchen bestanden hat, deshalb genießt die Zeit und bleibt cool!


Und eines ist mal klar:
Ob Schuhe, Schule, Bildung und Fahrradsitz!
Alles schnell vergessen, wenn die Kids groß sind - aber, was immer bleibt, da bin ich ganz sicher, ist der Stolz! Und die Liebe!
Wie damals beim Seepferdchen!

Eure Lillewind


Donnerstag, 28. September 2017

Do more of what makes you happy!❤






Einmal nur unter uns Pastorentöchtern gesprochen:

Die letzte Woche war anstrengend!
Mörderanstrengend...







Ihr kennt sie alle genauso gut wie ich...!
Diese Zeiten, in denen einem nichts gelingen will, sich ein Kind beim Fußball verletzt, zuhause bleiben muss, die Verletzung einige Arzttermine nach sich zieht, die auch noch irgendwie im strammen Leben der berufstätigen Mama untergebracht werden müssen, der Herbst ist viel zu früh da ist, und plötzlich hat man selbst noch Zahnschmerzen und ein paar zusätzliche Termine beim Zahnarzt.
Es wird alles viel.
Die Folge ist, dass einem Fehler unterlaufen.

Privat. Beruflich.
Das macht es noch anstrengender.

Und gerade, wenn man schreiend weglaufen möchte, kommt die dringend nötige Auszeit vielleicht in Form eines Workshops, auf den man sich schon seit Wochen freut!

Bei mir war es diesmal ein


Food-Styling- und Blogger-Workshop!

Braucht kein Mensch?!
















Auf jeden Fall der  Mensch, der in seiner Freizeit liebend gern Photographiert und auch vielleicht auch noch Blogger ist!
Und das so gern macht, und Teile seines Lebens in Wort und Bild mit Euch teilt, und daran eine Riesenfreude hat.

Und was macht man, wenn man ein Hobby hat, dass einem viel, viel Freude bereitet, und mit dem man gern viel Zeit verbringt?
Man sucht sich Gleichgesinnte.

Und so kommt auch ein Blogger nicht allein, sondern sucht sich Seinesgleichen auf einem Workshop.
Net-Working ist dabei natürlich auch das große Thema.






Dieser Workshop wurde von Emilia, die den Blog 



schreibt, regelmässig Workshops, Bloggertreffen und andere Events organisiert, Mutter von drei Kindern und hauptberuflich als Social Media Managerin Ihren eigenen Laden www.laoute.de für  Mediendesign+Kommunikation schmeißt.


Und natürlich nehme ich Euch wieder gern mit und zeige Euch daher hier ein paar meiner Photos und ein paar Impressionen vom Event.

Ich mag den Stil der Photos von Emilia von Wnuck Lipinski sehr, und wenn man sich zu einem Photo-Workshop anmeldet, sollte das schon passen.

Jeder Photograph hat einen anderen Stil.
So wie jeder Blog in einem anderen Stil aufgebaut ist.














Wenn Ihr mehr von Emilia selbst sehen möchtet, schaut doch einmal einmal auf Ihrem wunderschönen Blog
"Emilia und die Detektive" vorbei. Hier geht's direkt dorthin.

Für den Workshop bin ich übrigens extra bis Düsseldorf gefahren.

Wer mich kennt, weiß, dass ich gern einmal eine Gelegenheiten annehme, auch außerhalb des Sauerlands einmal nette Leute zu treffen. Und besonders gern in schönen Locations.

Und, Leute, da Emilias ihren Workshop im sogenannten Headquarter der jungen Firma 


- you must really know! -
stattfand, habe ich dort beides gefunden.

Supernette Frauen, eine tolle Location in einem alten Pferdestall zwischen modernen Lofts, mit köstlichen Leckereien, die teilweise von Emilia selbst hergestellt wurden, aber auch feinste Patisserie von 


TörtchenTörtchen,

der Törtchenbackstube mit Cafes in Köln und Düsseldorf.
(Zum Hinknien sage ich Euch). 


Schaut einfach einmal hier vorbei: https://www.toertchentoertchen.de













Außer mir gab es noch neun andere nette Frauen, die gern mehr über Photographie lernen wollten - ob für einen Blog mit eigener Homepage oder einen Istagram-Account - oder einfach, um einen eigenen Stil zu finden.

Und nebenbei gab es LAKRIDS in allen Farben und Formen zum Probieren. Kennt Ihr die Kugeln in allen Farben mit dem Kern aus Lakritz und der Hülle aus Schokolade, Karamell, Frucht - in salzig, scharf, süss - whatever!






















Ihr würdet süchtig danach. Versprochen!
Was allerdings nur deshalb fatal ist, wenn man bedenkt, was eine solche Dose voller Kugeln kostet.
Ich sage nur Hochpreissegment. Man findet Lakrids u.a. im KaDeWe oder im Ludwig Beck in München, aber die Story von Lakrids klingt wie ein Märchen.


Johan, der Gründer von



hat tatsächlich vor zehn Jahren in seiner Küche in Svaneke auf Bornholm mit nur 23 Jahren (!) begonnen, selbst Lakritz herzustellen, und es schon am nächsten Tag komplett an die Touristen verkauft.
In der nächsten Nacht produzierte er wieder und verkaufte am nächsten Tag wieder alles. Und so weiter... Ich sage ja: ein dänisches Märchen.

Mit nur 23 Jahren wurde er über Nacht einer der erfolgreichsten Geschäftsmänner.

Heute wird Lakritz nur aus besten Zutaten aus fernen Ländern hergestellt. Der Qualitätsanspruch ist hoch - der Preis dafür auch - aber es ist eben etwas Besonderes. Nichts, das man einfach so beim Fernsehen in sich hineinstopft, während man auf der Mattscheibe gebannt dem Krimi folgt.

Jetzt fragt Ihr, woher ich das eigentlich weiß?
Während des Workshops bekamen wir tatsächlich vom Gastgeber der Location, der eigentlich nur sein Fahrrad abholen wollte, noch einen kleinen Lehrgang in Sachen Süssholz, Lakritz, Johan Bülow und Bornholm. 
Man soll sich ja nie gegen die Aufnahme neuen Weltwissens sträuben.












































Hach, war das ein schöner und kurzweiliger Tag mit Emilia und den anderen Frauen.

Und wieder einmal stellte sich der bekannte Effekt am Ende eines so schönen Tages ein: Egal, wie anstrengend die Woche war - als ich nach Hause fuhr, wußte ich:

Alles richtig gemacht!
Freude gehabt, neue Dinge gelernt in einer Sache, die mir richtig Spaß macht, neue Energie getankt und mitgenommen - da kann der Alltag mich gleich mal gern haben.

Und daher wißt Ihr schon, wie mein Rat für Euch wieder einmal lautet:



DO MORE OF WHAT MAKES YOU HAPPY !!



Liebste Grüße von

Eurer Lillewind