Mittwoch, 17. April 2019

Die Sprachnachricht (Neues aus der Sparte "Kolumne")









Ja, ja,....diese moderne, digitale Welt...!
Ein Fluch und ein Segen!

Sie kommt daher mit vielen Vorteilen - besonders, wenn man offen für manche Neuerung ist - aber natürlich auch einigen Nachteilen.
Vor allem sicherlich im Bereich "Sicherheit", aber, ja, manchmal auch - so nenne ich es einfach einmal ganz provokant - "Lernwilligkeit".

Eine dieser "neuen Erfindungen" ist beispielsweise die Sprachnachricht!

Für (m)einen Mann völlig unverständlich, und als pure Störung empfunden, aber auch manche Frau ist damit gänzlich überfordert - für mich aber eine wunderbare Erfindung.

Mein Mann bekommt die Krise, wenn ich sie ihm schicke, und - ich gebe zu - wenn es um wichtige Informationen geht, mag auch ich sie nicht, denn man kann sie in der Regel nicht überall und jederzeit so unauffällig abhören, wie man die geschriebene Nachricht lesen kann.
Ich habe aber eine Freundin, die mag Sprachnachrichten auf genau dieselbe Weise wie ich, und so ist es UNSER Medium, uns kleine, liebevolle, mehr oder weniger kurze Nachrichten und Lebenszeichen zukommen zu lassen.

Und, Männer, haltet Euch fest, denn das wird hart: manchmal schicken wir uns auch zehn von den Dingern am Stück hin und her  - keine kürzer als drei bis acht Minuten, und müssen dabei schon über uns selber lachen.

Wir sind natürlich auch nicht dumm, und uns fällt tatsächlich auch noch auf, was wir da (Merkwürdiges) machen. Klar!

Wie oft haben wir uns da schon selbst gefragt, warum wir nicht einfach den Hörer in die Hand genommen und gleich telefoniert haben.

Warum?
Ja, ganz klar!
Die Frage haben wir uns schon vor Längerem selbst beantwortet!


Wir sind Frauen, und der Vorteil der Sprachnachricht ist ganz eindeutig:

WIR KÖNNEN ENDLICH EINMAL AUSREDEN 

Manchmal erzählen wir uns einfach nur kurz, was in unseren Leben gerade passiert, oder schicken uns am Montagmorgen einen kurzen Gruss oder wünschen uns eine schöne Woche oder schicken uns auf diese Weise am Freitag in ein sonniges Wochenende.

All das, ohne dass uns jemand dazwischen redet, oder wir bei den tausend Dingen, die wir Freundinnen zu besprechen haben, den Faden verlieren.

Und das Beste ist, dass die andere sich dieses Hörspiel ganz ohne Zeitdruck und ganz entspannt dann anhören kann, wenn sie gerade Zeit dazu hat.

Kürzlich habe ich im Netz eine gute Bezeichnung für die Whatsapp-Sprachnachricht gefunden:

KLEINE INSELN DER STRESSFREIHEIT

Ein jeder weiß doch, dass jeder erwartet, dass eine Nachricht in geschriebener Form irgendwann beantwortet wird.
Vom Brief sprechen wir ja schon gar nicht mehr, aber die Email sollte innerhalb eines Tages beantwortet sein, während man der SMS hatte heute nur noch ein paar Stunden einräumt.

Bei der  WhatsApp-Nachricht allerdings reden wir schon von M.I.N.U.T.E.N.
Danach wird es unangenehm, wenn die Antwort nicht kommt ("Mann, das sollte doch jetzt schnell gehen."), und nach ein paar Stunden fühlt sich der Sender deshalb u.U. schon peinlich ignoriert.

Die Sprachnachricht gibt einem da wieder neue Freiheiten.
Vorausgesetzt man kennt den Charakter und die Mentalität des Empfängers, und weiß, dass er/sie genau so tickt wie man selbst.

Keinesfalls erwarte ich von meiner Freundin oder sie von mir, oder wer immer mir auch eine achtminütige Nachricht schickt, dass ich diese sofort abhören kann.
Da respektieren wir plötzlich wieder den Alltag.

Für mich haben Sprachnachrichten sogar wieder eine besondere Wertigkeit.
Eine lange Sprachnachricht hört man sich nicht zwischen Tür und Angel an, sondern nimmt sie liebevoll irgendwo mit hin, wo man "ganz Ohr" sein kann.

Tatsächlich...auf diese Art hat meine Freundin schon mit mir gekocht, ich mich mit ihr geschminkt, und beide haben wir "uns" schon beim Autofahren - natürlich nur mit der Media-Unterstützung - unser Gerede angehört.

Ich gebe allerdings zu, dass ich Sprachnachrichten niemals an Fremde, nie zu geschäftlichen Zwecken oder an Personen, die eben nicht wissen, dass meine Sprachnachrichten nicht dringend beantwortet werden müssen, verschicke.

Denn mir ist wohl bewusst, dass das nicht jeder so sieht!

Nicht jeder mag sie, diese Errungenschaft der digitalen Welt.

"Ich könnte gar nicht so viel Reden", ist dann oft der Kommentar anderer Freundinnen und eigentlich JEDEN Mannes

Immer wieder stelle ich sogar fest, dass die Sprachnachricht als solches fast ein Gender-Ding der Neuzeit ist.
Aber angeblich haben wir Frauen ja sowieso immer viel zu erzählen.

Ja, und?! Was soll ich sagen? 
Ich KANN so viel reden!
Fließend, am Stück - ohne Gedankenpause (kann ich gleichzeitig) - und ich schwöre, das kann man trainieren.
(Genauso, wie man sich übrigens die eigenen "Ähm's" schnell abgewöhnt, wenn man hin und wieder eine eigene Sprachnachrichten angehört hat.)

Frauen haben einfach so schrecklich viel zu tun! Und zu sagen!
Was paßt da besser, als im geeigneten Moment einfach alles ins Mikrophon zu plaudern, wohl wissend, dass die, für die die Nachricht bestimmt ist, und die ebenso viel zu tun hat, sich diese erst anhören wird, wenn sie selbst Zeit und Lust dazu hat.
Man stört einfach nicht.

Und so bekommt die Nachricht einen ganz anderen Wert.
Das sind die persönlichsten Hörspiele der Welt - und ich liebe sie.

Und wer das nicht verstehen kann, der kann es vielleicht auch einfach nicht.
Reden und gleichzeitig Denken und die Technik beherrschen - und dabei nicht vor den Bus laufen?!
Anderen rutscht dann der Finger angeblich dauernd vom Knopf, nur weil er nicht weiß, dass man den "Knopf" auf dem Touchbildschirm seines Handys nach oben schieben kann, und die Aufnahme dann steht!

...oder der verliert einfach so schon nach dem "Hallo" den Faden und hat Sendepause.

Jedem das Seine, oder?!


Liebste Grüße von 
Eurer Lillewind

Donnerstag, 11. April 2019

Brücken der Hoffnung - es gibt neuen Lesestoff (Buchrezension)










Heute gibt es wieder neuen Stoff von mir!

L.E.S.E.S.T.O.F.F.


Bereits vor Längerem hatte ich wieder das große Glück, mir ein Buch-Exemplar aus dem Katalog der Neuerscheinungen der Verlagsgesellschaften Freies Geistesleben und Urachhaus aussuchen zu dürfen.

Beide sind - wie viele von Euch schon von früheren Posts wissen - von mir hoch geschätzt, denn hier werden vorrangig Bücher mit viel Mensch, Natur und oft mit anthroposophischem und philosophischen Hintergrund verlegt.

Auch schon bevor mein jüngster Sohn zur Waldorfschule ging, war mir der Verlag Urachhaus lange ein Begriff, denn er bringt die schönsten Kinderbücher heraus, die ich meinen Kindern einfach zu gern vorlas, oder die wir zusammen einfach nur anschauten.

Angefangen bei den Jahreszeiten-Büchern und den Wichteln...die Farben und warmherzigen Zeichnungen sollten keinem Kind vorenthalten bleiben.









Dieses Mal hatte ich mich für das Buch


Brücken der Hoffnung


von Livia Britton-Jackson



entschieden, von dem ich Euch hier gern erzählen möchte, weil ich es so beeindruckend fand.

Dieses Buch ist ein Teil der Memoiren der Autorin, Livia Britton-Jackson, die gemeinsam mit ihrer Mutter und ihrem Bruder das Konzentrationslager Auschwitz überlebte.

Das Buch hatte ich ganz intuitiv ausgesucht.
Ich weiß, dass heute viele der Ansicht sind, man solle das Thema "Drittes Reich" und "Auschwitz" endlich ruhen lassen, weil es nicht unsere Schuld, sondern die vergangener Generationen ist.
Das ist einerseits wohl richtig... Aber ich glaube dennoch, dass gerade die heutigen politischen Entwicklungen in Teilen Deutschland danach schreien, die Erinnerung wachzuhalten und zu mahnen, wohin der Weg gehen könnte - aber niemals mehr darf.


Der mir wohl wichtigste Satz des Buches ist:

"...DIESER JUNGE MENSCH HÄTTEST AUCH DU SEIN KÖNNEN!"

Bämm...der sass - denn wie wahr ist das?! Wir sollten das nie vergessen!

Zum anderen liebe ich aber Biographien.
Ich finde, sie helfen so schön, andere Zeiten und Umstände zu verstehen.

Und eines noch vorweg: "Brücken der Hoffnung" ist kein Buch, in dem die Schrecken und Grauen Nazideutschlands oder das (Über)Leben im Konzentrationslager Auschwitz beschrieben werden.
Das Buch ist auch keineswegs traurig oder vorwurfsvoll.









Es beschreibt "einfach" das Leben eines Teenagers, der knapp dem Tod entkommen ist, das Erlebte irgendwie verarbeitet, aber vor allem ganz schnell wieder positiv in die Zukunft sieht, während er  ansonsten die gleichen Sorgen und Nöte hat, wie andere junge Menschen noch heute auch.
Keine Spur von Hass oder Aufarbeitung - einfach für Dich und mich geschrieben, denn...
auch wir hätten es sein können.

Die Autorin, Livia Bitton-Jackson, schreibt über ihr Leben als 14-jährige Elli Friedmann, die 1944 mit dreizehn Jahren zusammen mit ihren Eltern und ihrem älteren Bruder Bubi von ihrem Heimatdorf im damaligen Ungarn nach Auschwitz deportiert wird.
Von Ihrem Bruder und Vater wird sie dort direkt getrennt und entgeht der Gaskammer nur deshalb, weil der Lagerarzt, der Todesengel von Auschwitz, Dr. Mengele, ihr Aussehen für arisch hält. Mit ihrer Mutter bleibt sie die ganze Zeit zusammen, während sie ihren Vater, der später im Lager Bergen-Belsen ermordet wird, nie wieder sieht.
Auf den Bruder treffen Mutter und Tochter zum Glück sofort nach der Befreiung des Lagers.

In einem positiven Stil, wie es dem 14-jährigen Mädchen wohl tatsächlich entsprach, beschreibt die erwachsene Livia nun, wie sie mit ihrer Mutter und Bubi zurück in ihre Heimatstadt kommt, das nun zur heutigen Slowakei gehört, dort ihr leeres Haus ohne Fenster vorfindet, und wie die drei dort ohne Zögern zusammen versuchen, aus den wenigen Resten ihres alten Lebens, die ihnen gelassen wurden, ein neues Leben aufzubauen.

Die Mutter beginnt für die Frauen der russischen Besatzer hübsche Kleider zu nähen, und Elli geht umgehend wieder zur Schule, in der nun nicht mehr die gleichen Mitschüler und gleichen Lehrer sind, und wo nun Slowakisch statt Ungarisch gesprochen wird.
Bubi geht nach Bratislava, wo er das Abitur nachholt, um studieren zu können.

Die Drei planen schon schnell, aus ihrer Heimat auszuwandern, und in einem anderen Land ein neues Leben zu beginnen. Bubi und die Mutter denken dabei an Amerika, während Elli, die sich mehr und mehr mit der Thora und den jüdischen Wurzeln auseinandersetzt, an Erez-Jis'rael, das heutige Israel denkt.

Sie sucht ihren Platz, in dem sie sich dem noch vorhandenen jüdischen Gemeindeleben des Städtchens anschließt. Dort verliebt sie sich zum ersten Mal, und immer mehr wächst in ihr der Wunsch, nach Israel - ins gelobte Land - auszuwandern.

Livia erzählt in ihrem Buch von den vielen Widrigkeiten, die Ella nun in den letzten Jahren ihres Teenagerlebens erfährt, aber auch von der Zeit, als sie psychisch fast zusammenbricht, weil sie so  verzweifelt nach dem Sinn des Lebens und der Liebe sucht und ihn nicht erkennt.

Diese große - und wohl mehr als verständliche - Krise der jungen Ella, die sie fast bis zur Magersucht führt, meistert sie mit der liebevollen Unterstützung ihres Bruders und ihrer Mutter.
Die Heilung kommt dann mit einem Aufenthalt in einem Sommercamp für jüdische Waisenkinder, die Ella als (viel zu junge) Betreuerin und Lehrerin der Grundlagen des Judentums in die herrliche Hohe Tatra begleitet.
Die klare Luft in der extremen Höhe dieser Bergwelt, die Arbeit mit den Kindern, helfen ihre selbst, gesund zu werden, ... und ein schreckliches Ereignis am Endes der Ferien lassen den Leser staunen, wie mutig dieses Mädchen, das schließlich selbst noch ein Teenager ist, ihren Weg macht.

Und da gibt es viele Widrigkeiten...
Ein Schwur, dass ihre Mutter, ihr Bruder und sie sich niemals mehr trennen werden, hält Ella davon ab, selbst nach Palästina zu gehen, wo die ersten Kibbuzim entstehen, obwohl sie sogar schon mit dem Gedanken spielt, sich dort der Hagana, der jüdischen Untergrundarmee in Palästina anzuschließen.
Sie sagt dazu kurze Zeit später selbst, als sie bereits als Lehrerin arbeitet: "»Was erfordert mehr Verantwortung: Mit einem Buch zu hantieren oder mit einer Waffe? Was ist effektiver oder auch tödlicher: ein Gewehr oder die Erziehung?«
Keine Frage, oder?!

Die Mutter und der Bruder entscheiden sich für Amerika, wo die Mutter als Schneiderin arbeiten und der Bruder studieren könnte.










Auswandern an sich ist aber ohnehin auch für Menschen mit einer Vergangenheit wie die der  Friedmanns nicht mehr einfach.
Da interessiert auch das Leid nicht, das man eventuell erlebt hat, denn - wie Ihr wißt - schlossen die Briten schon kurz nach dem Krieg zunächst die Grenzen für einreisende Juden, so dass ganze Schiffe voller Überlebender des Dritten Reiches vor Israel trieben, aber nicht anlegen durften.

Es wird im Buch außerdem auch schnell klar, dass es nach dem Krieg durchaus nicht so war, dass Juden nicht mehr verfolgt oder Ihnen mit Gewalt gedroht wurde, sondern dass es nach wie vor brutale Übergriffe gab, die auch Elli miterleben musste.

Auch, nach Amerika auszuwandern gestaltet sich zu Zeiten, als der eiserne Vorhang sich mehr und mehr zuzieht, immer schwieriger.
Ellas Bruder erhält offiziell die Ausreisegenehmigung, um in Amerika bei einem Bruder des Vaters zu leben und dort zu studieren. Ella und ihre Mutter nicht.
Dennoch entscheiden sich die Drei, dass Bubi gehen müsse, um studieren zu können, und um sich vielleicht von Amerika aus auch besser für Ella und ihre Mutter einsetzen zu können, damit sie nachreisen können.

Inzwischen arbeitet Ella tagsüber als Lehrerin an einem jüdischen Lyzeum und nachts als Untergrund-Helferin für ein geheimes Flüchtlingswerk, das jüdischen Flüchtlingen aus Russland und anderen Teilen des Ostblocks, die dort noch mit schlimmsten Repressalien zu kämpfen hatten, die Flucht in den Westen ermöglichte.
Als eine legitime Ausreise immer unwahrscheinlicher wird, geben sich Ella und ihre Mutter irgendwann selbst als solche aus und schmuggeln sich so in einen Treck, der sie in einer gefährlichen Nacht- und Nebelaktion, wie es sie damals so viele gab, über die grüne Grenze und die schon existierenden Todesstreifen nach Wien bringt.

Hier, im Aufganglager, erlebt Ella den bislang schönsten Sommer ihres Lebens mit einer Clique junger Männer, die alles für sie und ihre Mutter tun. Natürlich endet dieser Sommer nicht glücklich...

Und die Reise geht weiter in das Auffanglager nach Feldafing am Starnberger See, wo sie die vielen schwierigen Verhöre und Interviews, denen sich diejenigen, die nach Amerika auswandern wollen, unterziehen mussten, und in denen eine augenscheinlich falsch beantwortete Frage Lebensträume zerstören konnte, stellen.

Erst 1951 erhalten Ella und ihre Mutter die offizielle Einreisegenehmigung in die Vereinigten Staaten von Amerika und kommen am 7. April 1951 in New York an.










Ihr merkt es schon!

Ich konnte mich nicht kurzfassen, so fasziniert hat mich das Buch.

Wenn man sich anbietet, ein Buch zu rezensieren, und dieses dann zugeschickt bekommt, kann sich das auch als persönlicher Fehlgriff entpuppen, und dann ist es eine wahre Qual, das Buch zu Ende zu lesen.

Bislang hatte ich immer Glück, und die Bücher waren wirklich nach meinem Gusto und gerade
"Brücken der Hoffnung" hat mich völlig mitgerissen.

Vergesst nicht:
"...DIESER JUNGE MENSCH HÄTTEST AUCH DU SEIN KÖNNEN!"

Ein absolut lesenswertes Buch.
Ich hatte Euch ja schon einmal erzählt, dass ich mich schwer damit tue, schnell zu lesen.
Ich kann es einfach nicht...bitte kommentiert das jetzt auch gar nicht erst..., aber dieses Buch hatte ich in kürzester Zeit durchgelesen.

Unbedingt erwähnen möchte ich noch, dass dieses Buch durchaus nicht nur für erwachsene Leserinnen und Leser geeignet ist, sondern auch ungeheuer lesenswert für unsere Teenager ist.

Vielleicht konnte ich den einen der anderen von Euch ja inspirieren und Ihr nehmt das Buch einmal zur Hand?
Ihr dürft mir dann gern in den Kommentaren schreiben, wie es Euch gefallen hat.

Bis dahin,
liebste Grüße von

Eurer Lillewind




Donnerstag, 4. April 2019

Alles neu macht der Frühling....







...mehr bleibt auch kaum dazu zu sagen, dass es jetzt so lange ruhig hier auf dem Blog war.

Belassen wir es an dieser Stelle einfach dabei, dass jeder große Künstler irgendwann im Leben eine Schaffenskrise hatte (ach, ja....Lillewind und die Künstler...), und dass es dann schön ist, Freundinnen zu haben, die nicht aufgeben, zu motivieren und zu motivieren.

Aber alles neu macht der April, denn der ist ja schließlich der neue Mai  - und mit dem vielen Grün, das die Sonne nun herauslockt, kommen auch wieder frische Energie und Ideen zu den meisten von uns.
Wenn wir es zulassen....

Wir alle möchten den Winter doch jetzt hinter uns lassen. 
Möchten uns von der dunklen Jahreszeit befreien und regelrecht frisch einen Neustart wagen.
Detox ist daher für viele jetzt wieder ein Thema.
Altes hinter sich lassen, rausfegen und loslassen.

Das kann in Form einer Fastenkur sein oder einfach einem Waldspaziergang, bei dem Ihr das frische Grün auf Euch wirken lasst!
Bei mir wirkt das Wunder.
Oder der momentane Blick aus meinem Küchenfenster, denn dort blüht gerade mein Lieblingsbaum und ist ein einziges rosa Blütenmeer, in dem sich momentan die Bienen tummeln, dass der ganz duftende Baum nur so brummt.







Da kommen dann die Ideen.
Und nur mit der Muße.

Eine Freundin von mir sagte einmal vor vielen Jahren, als unsere Kinder noch klein waren, dass sie ihre Kinder bewußt ab und zu Langeweile haben ließe.
Während für viele Eltern allein das Wort "Langeweile" schon ein NoGo ist, und die Kinder aus lauter Angst vor diesem schrecklichen Zustand regelrecht panisch bespielt werden oder mit digitalem Konsum überfrachtet werden, betonte diese Mama (übrigens eine der liebevollsten, die ich kenne), dass sie das bei ihren Kindern bewusst zulasse, denn in der Langeweile läge die Kreativität.
Und so ist es.

Erst wenn der Geist einmal zur Ruhe kommt, ob beim Yoga, der Meditation oder - ja, ganz banal - in der Langeweile, dann können sich neue Ideen und neue Muster formen.

Nicht im Stress des Alltags, wenn der Kopf sowieso schon übervoll ist mit Dingen.
Leider  sind es ja ohnehin viel zu oft viel zu viele dieser Dinge, die wir nur aus Pflichtbewusstsein erledigen, und die dennoch jeden freien Raum unseres Gehirns auszufüllen scheinen.
Nicht, wenn der Kopf damit voll ist, kommen die Ideen zu Neuem, sondern erst dann, wenn man die Bremse zieht.

Der Frühling ist schon immer perfekt gewesen für jede Art von Neuanfang.


Jeder will hinaus, hat neue Energie und neuen Tatendrang.

Für den einen ist es vielleicht der Frühjahrsputz, für den er jetzt die Energie hat, und mit dem er etwas aus dem Haus herausputzen möchte, um sich danach gut zu fühlen, für den anderen die Darmentleerung und die Fastenkur, mit der ein Neustart gemacht wird.
Wieder andere blühen schon auf, wenn sie all das Schöne, dass die Natur nun bietet, betrachten.

Wie die Tiere des Waldes nun den Winterschlaf beenden, kommen auch wir Menschen wieder hinaus, sitzen in den Straßencafes zusammen und werden wieder aktiver.
Was ein Glück!
(....hoffentlich verjagt die Sonne jetzt auch die letzten Grippeviren, die mich in diesem Winter so elend häufig gequält haben!)

Ja, und wieder andere entdecken wieder, dass sie doch eigentlich sooooo viel zu erzählen haben, und beginnen (wieder) einen Blog zu schreiben.

Ja, ich habe Euch schon wieder noch immer so viel zu sagen.

Themen finde ich an jeder Straßenecke, in jedem Zeitungsartikel, den ich lese, oft bei Dingen, die ich koche,  oder - zunehmend - auch einfach, wenn ich in den Spiegel schaue.

Aber alles neue macht der April....und somit habe ich mir vorgenommen, wird sich im Blog auch etwas ändern.
Es wird nämlich vielleicht noch etwas ehrlicher als bisher.

Warum?
Naja, die kleine Lillewind und ich, wir werden ja gemeinsam älter, und deshalb dürfen sich auch unsere Themen ändern.
Warum soll ich Euch nicht, neben dem Umgang mit Kindern in und - jetzt auch - nach der Pubertät, jetzt auch einmal etwas über die Wechseljahre erzählen?

Es ist doch so:

Life changes! 






Und gerade beim Thema "Wechseljahre" stelle ich immer wieder fest,
wie wenig die Gesellschaft wirklich weiß, aber so viele (leider vorrangig Männer) glauben zu wissen, was es wirklich bedeutet, wenn Frauen in eine neue Phase ihres Lebens eintreten, die für sie selbst vielleicht schwierig sein kann, weil man definitiv etwas loslassen muss, während man im Haus des Lebens eine höhere Etage, das nächste  Level, betritt, aber auch auch so viel mehr geschenkt bekommt.

So viel mehr Freiheit!
Selbstbewusstsein!
Wissen und Reife!

Aber dazu eben mehr in einem eigenen Post.
Das nur als Idee...und schon habe ich die Klappe nicht halten können und viel mehr erzählt, als ich wollte....

Ihr seht, es war immer ehrlich hier - aber jetzt wird es noch ein wenig ehrlicher und mutiger, denn meine persönliche Herausforderung soll es sein - auch Tabuthemen mit Euch anzugehen.
Mal sehen, wie ich das meistern werde....







Meine Güte, was so ein bisschen Grün draussen macht, oder?
Schon blüht nicht nur der japanische Zierpflaumenbaum, sondern gleich die ganze Lillewind wieder auf!

Ich freu mich! Auf viel Zeit mit Euch und sende wieder

liebste Grüße,

Eure Lillewind





Dienstag, 7. August 2018

Die 10%-Fett-im-Joghurt-Diät...?!


**enthält Werbung, da Namensnennungen und Verlinkungen...










Ihr Lieben

Nun mehr fast zehn Monate, nachdem ich die Bekanntschaft mit Belly & Mind machen durfte, möchte ich Euch hier noch einmal davon erzählen...


Ich hatte Euch ja hier schon einmal ausführlich berichtet, was es mit mir und dem  Belly&Mind-Programm
auf sich hat.
Ihr erinnert Euch sicher, das dieses ein Ernährungs- und (im gewissen Sinne, weil das immer so eng zusammenhängt) ein Lebens-Coaching beinhaltet, das ich persönlich auch tatsächlich genutzt hatte.

Und, weil mich inzwischen so viele fragen...

Ja, ich habe inzwischen wirklich viel durch die Änderung einiger Dinge hinsichtlich der Ernährung, aber auch, weil mir ein paar andere Dinge bewußt wurden, abgenommen.

Und das wahrscheinlich hauptsächlich deshalb so problemlos, weil es tatsächlich keine echten Verbote gibt,  aber natürlich ein paar Prinzipien im Alltag, die ich - ich hätte nie daran geglaubt, dass mir das gelingen würde - inzwischen total verinnerlicht habe.

"Ja, aber was kochst Du denn jetzt eigentlich?", fragen mich immer wieder einige von Euch. "Da darfst Du aber doch jetzt so vieles nicht essen?!"

Zunächst einmal: "Dürfen" darf man alles. 
Aber eben alles vernünftig und mit ein paar Regeln. 

Und wem auch das schon jetzt zu streng erscheint, dem rate ich immer:
Schaut Euch einmal das Essverhalten der Menschen an, die Ihr kennt, und die immer schlank waren und es sind.
Die machen ganz unbewusst nicht anders, als "vernünftig".
Glaubt mir!

Diejenigen überfressen sich nicht dauernd, essen kleinere Portionen und keine dauernden Zwischenmahlzeiten und essen nicht ganz so häufig ungesund, süss oder Convenient Food oder alles zusammen, als diejenigen, die immer mit ihrem Gewicht und der Gesundheit zu kämpfen haben.
Kein Mensch kann heute - obwohl es manche behaupten - ALLES essen und bleibt trotzdem schlank.

Vielleicht ist es bei manchen die Menge, bei anderen das, was sie essen.
Irgendetwas ist es.
Da bin ich ganz sicher.

Und genau DAS ist den dauerhaft Schlanken bereits so in Fleisch und Blut übergegangen, dass es für sie keinerlei Beeinträchtigung der Lebensqualität bedeutet, von der sonst immer alle bei Diäten oder Ernährungsumstellungen sprechen, wenn es um ihr Essen geht.
Es ist  - einfach -  völlig normal.












"Ja, gut, Lillewind! Aber WAS kochst Du denn jetzt tatsächlich? Ich muss immer so viel für meine Familie extra kochen!"

Im Großen und Ganzen koche ich heute eine Mischung aus Logi (das trifft es wohl am meisten) und Low Carb, aber das geht durchaus auch mal vegan, oder grün oder bunt mit rotem Fleisch, grün oder bunt mit weißem Fleisch, mit Fisch, mit Milchprodukten, oder auch mal ganz ohne - aber immer, immer mit viel Gemüse oder Salat und einer Eiweißquelle, die durchaus oft pflanzlicher Natur ist. Es muß gar nicht immer Fleisch auf meinem Teller sein, und sollte es im Grunde auch gar nicht.

Aber, ja, jetzt kommt der Punkt, an dem die meisten Kritiker laut werden:
Bis auf besagte Ausnahmen - denn keine Regel ohne Ausnahme - gibt es bei mir keine Nudeln, Kartoffeln oder Brot aus Auszugsmehl mehr. 

Zwar nehme ich mir inzwischen, nach fast zehn Monaten, meine Freiheiten und probiere ganz vieles aus.
Sowohl an Mengen, Rezepten und Varianten, aber grundsätzlich:

Keine Nudeln, kein Brot aus Weißmehl und keine Kartoffeln.
Bäng!


Was allerdings viel, viel wichtiger ist:

Ich esse keinen (Haushalts)Zucker mehr.

Vor zehn Monaten aß ich tatsächlich meine letzten Gummibärchen.
Ich, der Zuckerjunkie überhaupt, habe das tatsächlich geschafft.
Ich, der schon als Kind nachgesagt wurde, jede vollwertige Mahlzeit für eine Zwischenmahlzeit aus "Schnuckelsachen" stehen zu lassen.
Man kann sie mir heute vor die Nase legen und sie werden alt, hart und trocken!

Ganz selten gibt es bei mir nach einer Mahlzeit ein Dessert oder eine gute Praline zum Espresso. Auch, jetzt im Sommer, mal ein Eis.
Dann aber richtig mit Genuß.

Grundsätzlich weine ich aber all dem nicht mehr nach, denn ich spüre einfach nur, wie gut mir der Verzicht - der gar keiner mehr ist - tut, und dass mir die zuckrigen Sachen überhaupt nicht mehr gut schmecken, geschweige denn, gut tun.



"Aber auf mein Brot am Morgen will ich nicht verzichten! Das wäre schon nichts für mich!" 

Wie oft ich diesen Satz als Reaktion gehört habe, obwohl mir selbst doch nichts ferner liegt, als Dogmen für irgendjemanden aufzustellen. 
Jeder soll sein Leben leben, wie er mag.

Niemand muss auf sein Brot am Morgen verzichten.
Auch ich nicht.

Ich liebe noch immer meine Lillewind-Dinkelbrötchen (hier geht es zum Rezept), und es gibt sie nach wie vor jeden Samstag- und Sonntagmorgen bei uns zum Frühstück. 
Aber es gibt nie, nie, nie, nie, nie Toastbrot bei mir und für mich selbst auch kein Doppelback o.ä. mehr.
Das schmeckt mir einfach nicht mehr.

Wenn meine Familie Hunger darauf hat, gibt es das für den, der es mag. Aber ansonsten backe ich ja ohnehin schon seit langem unser Brot aus Dinkelkörnern und Saaten selbst und liege damit schon lange intuitiv richtig.

Und jedem anderen, der mir sagt, dass für ihn der Verzicht auf "Brot" ganz und gar unmöglich ist, muss ich leider sagen:
Jeder trifft doch seine eigene Wahl.
Ich habe meine getroffen, und nenne sie für mich immer:
Butterbrot aus Auszugsmehl oder Bikini!

Dasselbe gilt übrigens für die Kartoffel!
Ich ersetze die Kartoffelspalten, die meine Familie bekommt, für mich und meinen Mann durch Süsskartoffel-Ecken. 
Und bin total glücklich damit.



Die Nudeln, die meine Kinder zur Bolognese essen, ersetze ich für mich durch Kichererbsen-, Linsen oder Buchweizennudeln.
Die schmecken mir inzwischen richtig gut - und es ist doch nun wirklich keine Arbeit, einen zweiten Topf mit Nudelwasser aufzustellen. 

Aber Achtung!
Jedem von Euch, der jetzt zum DM Markt oder Aldi läuft, um, nachdem er erst gestern noch die konventionellen Pasta aß, heute die aus Gemüse zu probieren, kann ich jetzt schon sagen:
Das wird wahrscheinlich nichts.
Nach einer längeren Nudel-Abstinenz von, sagen wir, drei oder vier Wochen - ist man allerdings vom Geschmack so entwöhnt und freut sich so auf Nudeln, dass ich persönlich sie wirklich sofort gern mochte.

Sogar Algennudeln gab es inzwischen schon einmal.
Sehr gesund! Und...lecker...

Ich gebe zu, man muss sich natürlich ein wenig von seinen Gewohnheiten lösen.

Aber das ist ja sowieso der Sinn und Zweck der Sache.
Übrigens nicht nur beim Essen, sondern auch bei der Einstellung zu sich selbst. 

Ein wenig muss man tatsächlich an sich arbeiten und sich selbst und seine Gewohnheiten einmal überdenken.
Warum will man überhaupt abnehmen?
Findet man sich selbst zu dick? Oder findet mich nur mein Mann zu dick?
Esse ich aus Langeweile? Frust? Gewohnheit? 
Was mache ich beim absoluten Zuckerhieper?









Und damit sind wir wieder bei den Alternativen.

Tatsächlich mag ich Euch die Zahl in Kilos gar nicht nennen, weil ich selbst nicht mehr glauben kann, dass ich mal so viel mehr auf den Rippen hatte, aber stellt Euch viele, viele Pakete an Haushaltszucker aneinander gereiht vor.
So fünfzehn bis siebzehn Stück vielleicht.

Und noch schlimmer:
Stellt Euch vor, Ihr müßtet diese Pakete tragen.
Jeden Tag! Den Tag - den ganzen Tag!

Wie gut ist es, wenn man solchen Ballast dann endlich abwirft, oder?!

Jetzt fragt Ihr Euch vielleicht, warum ich Euch eigentlich schon wieder von Belly & Mind schreibe?!

Wegen des wunderbaren Gefühls, das ich erleben durfte, wenn man diesen Ballast tatsächlich abwirft.

O.k., ein wenig stolz bin ich schon, dass ich jetzt wieder in so viele Kleidungsstücke passe, die ein paar Jahre lang ein trauriges Dasein in meinem Schrank fristen mußten, aber
- ganz ehrlich gesagt:

Es ist mir heute auch ganz ungemein unangenehm und unverständlich, dass ich mich selbst anscheinend in den letzten Jahren so habe gehen lassen, dass es so dicke kommen konnte.


Aber nein:

Ich habe mich natürlich im Grunde nicht "gehen lassen".

Aber ich habe viel zu wenig auf mich selbst und viel zu viel auf andere und anderes geachtet. Tatsache!

Ich habe aus Frust und zur Belohnung Schokolade gegessen, wenn das Schreikind abends schlief, ich nicht zum Sport gehen konnte, weil Herr Lillewind auf Reisen war, es Stress im Büro oder in der Schule gab.
Ja, und irgendwann begann ich, jeden Montag eine neue Diät zu beginnen.
Ich war mindestens acht Sommer lang todtraurig, dass mir meine Sommersachen nicht mehr paßten, und ich mich am Strand wie ein Nilpferd fühlte.

Aber: 

DAS.IST.VORBEI!


Viele meiner Sommersachen passen mir auch jetzt nicht, denn - ja! - sie sind mir tatsächlich zu weit geworden.

Aber wenn ich mich wie eines heute nicht mehr fühle, dann nicht mehr wie ein Nilpferd.

Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass eine Gewichtsabnahme und Änderung der Gewohnheiten, aber vor allem, der Umstand, sich selbst einmal mit einigen Dingen auseinanderzusetzen, ein solches Plus an Lebensqualität und Wohlbefinden mit sich bringen kann.

Manchmal kann ich es selbst noch nicht glauben, und träume nachts, ich "müsse jetzt aber endlich abnehmen", weil wir ja in Kürze in den Sommerurlaub fahren.
Aber dann werde ich wach und bin selig – denn das habe ich schon längst geschafft.

Und das ist der Grund, weshalb ich Euch noch einmal davon schreibe:

Ich wünsche allen unter Euch, die mit sich oder ihrem Gewicht oder ihrer Figur nicht im Reinen sind, dass Ihr dieses Glücksgefühl einmal (wieder) erleben könnt.

Und da gibt es auch noch den wichtigen, gesundheitlichen Aspekt, von dem ich Euch oben schon erzählt habe.

Sonntags esse ich fast immer ein Lillewind-Dinkelbrötchen zum Frühstück.
Manchmal auch mit Marmelade.

Aber da gibt es diesen einen Punkt, an dem ich
G.A.N.Z fest festhalte!

Außer diesen zwei Teelöffel Marmelade, die ich aber manchmal auch selbst mache, gibt es für mich 
K.E.I.N.E.N.Haushaltszucker mehr!

(...und auch hier: keine Regel ohne Ausnahme! Ich lasse bei der Freundin keinen Geburtstagskuchen stehen, weil ich ja "keinen Zucker, kein Mehl, kein blablabla esse! Und schon gar nicht erzähle ich jedem davon! Nur Euch hier, denn Ihr behaltet es ja für Euch, nicht?!)

Zucker - und das ist eine ganz feste Tatsache und vielfach von mir erprobt - tut mir einfach überhaupt nicht gut.


Ich spüre fast umgehend wieder die verhasste Nervosität, wenn der Insulinspiegel erst schnell ansteigt, um dann rasant, und viel tiefer als vorher, abzufallen.

Aber zusätzlich ist meine Haut ohne diese Zuckerkonsum tatsächlich viel besser als noch vor ein paar Monaten, als ich sogar für ein paar Wochen mit einer Perioralen Dermatitis, besser bekannt als Stewardessenkrankheit und sehr, sehr unangenehm, zu kämpfen hatte.
(Ich glaube, allein dazu werde ich noch einmal einen separaten Post schreiben – weil es einfach so fies ist!)

Aber das allein ist es nicht. 

Natürlich haben die Zeit und mein Lachen, aber auch die Tatsache, dass ich schon seit Kindertagen die Augenbrauen grimmig zusammenkräusle, ihre Zeichen hinterlassen - also bitte, schaut einmal in meine Geburtsurkunde... -  aber meine Haut ist ohne all den Zucker definitiv viel klarer geworden!

Wenn ich heutige Photos von mir mit Photos aus den letzten Jahren vergleiche, sehe ich gar nicht einmal als erstes, dass mein Gesicht schmaler geworden ist.
Was mir aber sofort auffällt, sind meine Augen. 
Klar, sie sind noch immer mitten in meinem Gesicht, aber sie sind wieder größer und klarer geworden - finde ich.

Da sind nicht mehr diese Schwellungen unter ihnen.
Klar, habe ich da meine Falten.  Das Lachen habe ich mir ja nun nie verboten, aber Ihr wißt alle, dass es einen Unterschied zwischen Lachfalten und aufgequollenen (o.k. Ihr werdet es nicht so gesehen haben wie ich!) und dunklen Rändern unter den Augen gibt.

Und das alles schreibe ich dem Zucker zu.

Den lasse ich heute einfach weg.

Und, was ich für ebenso wichtig halte:
Ich halte mich weitestgehend an Pausen zwischen den Mahlzeiten. Der moderne Ausdruck dafür ist wohl "intermittierendes Fasten" - was dem Ganzen allerdings einen komischen Touch gibt.

Ich würde es nicht als Fasten bezeichnen, wenn ich am Vormittag oder Nachmittag nicht noch "etwas Kleines" dazwischenschiebe, aber stattdessen morgens, mittags und abends gut und reichlich esse.

So, und das war es dann schon!

Für alle, die gefragt haben.

Relativ wenig Aufwand für das, was es mir gibt!
Zufriedenheit mit mir und meinem Körper!

Ach, aber ganz wichtig! Was ich noch erwähnen sollte:


Hunger gibt es nicht.

Ist sogar total verboten!

Mein Teller ist wirklich immer voll.

Ich hatte Euch hier ja schon einmal geschrieben, dass ich Symptome eines Kriegskindes zeige, wenn ich am Essen sparen soll.

Ich M.U.S.S.  einfach sehen, dass genug da ist.
Bestenfalls auf meinem Teller.

Und:

Ich spare nicht an guten Ölen.

In meine Cremesuppen kommt gern Mandelmus für die Cremigkeit – weil ich gemerkt habe, dass mir die pflanzlichen Fette besser bekommen als die tierische Alternative,  die Sahne, die es natürlich aber trotzdem auch gibt – und ich esse „Berge“ von Nüssen.

Aber worüber alle, die es hören, ungläubig schmunzeln:
Zum Frühstück esse ich nun schon seit Monaten immer und immer wieder, ohne dass ich es leid werde, den griechischen Joghurt mit sage und schreibe Z.E.H.N Prozent Fett.
Mit hinein kommen auch noch Nüsse und andere Powerfoods wie Datteln, Dinkelflocken, Chia und Obst.
Und, siehe da: es funktioniert.

So, jetzt wißt Ihr Bescheid.

Aber, Ihr wißt leider nicht alles.

Denn das was ich hier aufgeschrieben habe, ist natürlich nur meine persönliche Wahrheit, und das was ich aus meinen Seminaren bei Petra Schleifer von Belly & Mind mitgenommen habe.

Was ich Euch hier schreibe, kann allerdings keinesfalls die Teilnahme an den Online-Kursen ersetzen.
Vor allem, weil ich Euch zwar immer gern alles erzähle, was mir gut tut und mir gefällt, aber ich nun einmal kein Coach bin.

Und manchmal haben wir den doch alle im Leben ein wenig nötig, oder?!



Liebste Grüße

Eure Lillewind




*Wenn Ihr noch mehr zu meinen Erfahrungen mit Belly&Mind wissen möchtet, dann lest auch diesen Post und schaut hier.