Sonntag, 16. Oktober 2016

Mein zweiter Nachname könnte "Lillewind van Holland" sein - Egmond aan Zee




















Ja, es war wieder soweit – Ferienzeit! Vakantiezeit! Frikandeln! Orangezon! - und heute kann ich Euch wieder ein anderes Städtchen der Niederlande am Meer vorstellen.


Egmond aan Zee




Wie Ihr wisst, fahren wir seit langem möglichst in den Oster- wie auch in den Herbstferien nach Holland.
Natürlich immer zum Campen! 

Ich muss Euch ebenfalls nichts von meiner Leidenschaft für dieses kleine Land sagen. 
Das habe ich hier schon reichlich getan, und wer hier regelmässig mitliest, bekommt es immer wieder mit.

Um ehrlich zu sein, das Lied



die Liebeserklärung der Hip-Hop-Band 257ers an dieses kleine Land, in der einfach fast alles stimmt,  könnte von mir sein.



















Und so langsam entwickle ich mich auch zum

Holland-Beach-Spezialisten, denn bald haben wir sie wohl alle durch.

Von Nord- bis Südholland....irgendwo in irgendeiner Ecke waren wir meist schon.

Nachdem wir nun längere Zeit immer wieder Urlaub im Roompot Park in Vrouwenpolder in Zeeland gemacht haben, weil dort für uns alles paßte – der Strand war nah und fussläufig zu erreichen, der Campingplatz nett, unser Familienhund durfte mit, und das Umland schön anzusehen – hatte ich jetzt wieder einmal das Bedürfnis in die Region Nordholland zu fahren.

Zum einen versprach ich mir davon, dort um diese Zeit ein paar geöffnete Strandbuden mehr vorzufinden als in Zeeland, mehr Nähe zu Amsterdam, das ich während dieses Urlaubs gern wieder einmal besuchen wollte, und das mit dem Fahrrad zu erreichende Städtchen Alkmaar.


Aber vorallem: Strand zu beiden Seiten!









Das hört sich für Euch vielleicht merkwürdig an, aber in Zeeland läuft man am Strand nicht unbegrenzt weit.

Zumindest nicht von Vrouwenpoulder aus, das ganz nah an den Schleusen des Oosterschelde-Sturmflutwehrs liegt, die auch gleichzeitig das Ende des Strands bedeuten.

Und im übrigen war es einfach wieder einmal an der Zeit, einen anderen Teil der kleinsten Stadt der Welt (O-Ton 257ers) zu besuchen.

Zunächst war es gar nicht so leicht, in Egmond oder Bergen, die Orte, die uns vorschwebten, Campingplätze direkt am Wasser zu finden.


Schon gar nicht so nah, wie wir es aus Katwijk aan Zee - noch immer unser absoluter Holland-Favorit - gewöhnt waren.
























Da dieses aber kein Urlaub mehr in der Hauptsaison, in der man mit tausend Strandutensilien zum Strand marschiert, werden würde, und unsere Kinder keineswegs zu klein zum Fahrradfahren und Tasche tragen, haben wir uns dann für den Roompot Kustpark in Egmond aan Zee entschieden, der laut Wegsite ca. 1km vom Strand entfernt liegen soll.














Das das so ist, halte ich nach wie vor für ein Gerücht, aber der Weg durch die Dünenlandschaft, den man alternativ zum direkten Weg, an der Strasse entlang, wählen konnte, hat durchaus seinen ganz eigenen Reiz.

Wie bei Alice im Wunderland geht man in den Dünen durch eine ganz besondere Stille, die nur durch das Zwitschern der Sperlinge „gestört“ wird und trifft unterwegs auf stille Wasserlöcher, an denen „wilde“ Rinder und Pferde grasen.

An dieser Stelle mussten wir uns regelrecht die Augen reiben.










Oder Ihr steht wundersamer Weise plötzlich vor einem Gemüsestand zur Selbstbedienung - MITTEN IN DEN DÜNEN!









Oder Ihr geht an blendend weissen Schwänen vorbei, die entspannt in Wasserlöchern baden.

Ich sage ja: Ein Wunderland! 






Nachdem man dann irgendwann bereits drei Dünenkämme überquert hat und vor jedem dachte, dass JETZT hinter diesem das Meer liegen wird, erreicht man tatsächlich den Strand und wird auf dieser letzten hohen Düne mit einem atemberaubenden Blick nach vorn auf den Strand und auf das Meer und nach hinten auf die Dünenlandschaft belohnt.


















Zunächst hat mich Egmond selbst gar nicht überzeugt. 


Verliebt habe ich mich dann in das Örtchen, das aus den Teilen Egmond aan Zee, Egmond v/d Hoek und Egmond Binnen besteht, und in das vor ein paar Jahren noch Bergen eingemeindet wurde, letztendlich einerseits wegen seiner schönen Strandbars – ich liebe es, am Strand entlangzuwandern und dort einzukehren, um ein Radler oder etwas anderes zu trinken und hinter den Glasscheiben, vor dem Wind geschützt, das Gesicht in die Sonne zu halten, die hier irgendwie immer irgendwann für länger oder kürzer vorbeikommt. Der andere Grund ist Egmonds schnuckeliger  alter  Stadtkern um den kleinen Leuchtturm herum.








Hier gibt es eine richtig schnuckelige kleine Fussgängerzone, in der sich – keine Übertreibung! - ein schöner, kleiner Laden meines Geschmacks an den anderen reiht.


Skandinavische Wohndeko, Kleidung, Sport- und Fahrradläden wie Lillewind sie mag.

Aber Ihr habt ja recht: dafür fährt man(n) ja schließlich nicht in den Urlaub, oder?!










Ihr könnt auch etwas noch viel Besseres tun!

Einfach einmal Schuhe und Strümpfe ausziehen und die ca. fünf Kilometer am Strand entlang bis Bergen aan Zee laufen, um dort ein Softijs zu essen und zurückzulaufen.

Gern in den Sonnenuntergang.









Oder Ihr schwingt Euch auf Euer Fahrrad und radelt die sieben oder acht Kilometer bis ins Käsestädtchen Alkmaar, wo es jeden Freitag den grossen Käsemarkt gibt.
(Den wir natürlich aus Angst vor anderen Menschen nicht besucht haben! Ihr kennt ja Herrn Lillewind!)

Oder Ihr lasst Euch dort einfach an einem anderen Tag als dem rummeligen Freitag durch die Strässchen treiben und nutzt die Gelegenheit, so ganz nebenbei und zufällig für Euren Sohn die dringend benötigten Schuhe und eine Winterjacke zu finden.














Soviel zu Nordholland, Egmond, Bergen, Alkmaar und dem Camping im Kustpark Roompot!

Mein Fazit lautet:
Nach Egmond werden wir sicher noch einmal fahren.

Es hat für mich so wunderschön von allem etwas.
Nette Städtchen, schönsten breiten Strand, an dem man stundenlang barfuss laufen kann,  Dünen, die mich durchaus an Sylt erinnern, und grössere Städte im Hinterland, die ebenfalls einen Besuch wert sind.

Und würdet Ihr meine Söhne fragen, spricht vorallem eines für den Roompot Kustpark in Egmond:

Freies und, im Vergleich zu unserem zu Hause, rasant schnelles WLAN!!!
Mehr muss ich nicht sagen, oder?!



Liebste Grüße von

Eurer Lillewind


Freitag, 14. Oktober 2016

Wir sind viele.... Die multiple Persönlichkeit berufstätiger Mütter





Bevor Ihr weiterlest,
beachtet zunächst meine Warnung:

Es wird wieder einmal fast unerträglich ehrlich!














Ich habe es schon oft geschrieben, und ich weiß auch, dass da nicht Jedermann und Jedefrau meine Gefühle teilt, aber es ist dennoch so:

Ich gehe richtig, richtig gern arbeiten.


Nicht nur, dass ich einen schönen und abwechslungsreichen Beruf habe. 


Nein, das ist es nicht allein. Ich könnte mir genauso gut vorstellen, mein Geld als Reise-Blogger zu verdienen, oder als..., oder als...

Nein, ganz schonungslos gesagt: 


Ich muss auch ab und zu zuhause raus.


So, jetzt wißt Ihr es!
Jetzt ist es raus!

Das versteht nicht jeder, aber ich stehe dennoch dazu, und meine Familie weiß das auch.


Ich liebe meine Männer über alles, und tue alles, was in meiner Kraft Macht steht, damit es Ihnen gut geht – womit ich zuhause ja in Grunde schon voll und ganz auslasten wäre, wie Ihr Euch bei Mann und Kindern und einem Haus mit Garten und Hund sicher vorstellen könnt.

Nein, das ist es nicht.
Da fehlt mir noch etwas..

Genauer gesagt, ist da dieses andere Leben, das mir sonst fehlen würde.

Das, in dem ich ganz  „erwachsener“ Mensch sein darf.
In dem ich keine alte Jeans und Jogginghose trage, sondern Blazer und Kleidchen, in dem ich nicht über Schule, Essen, fehlende zweite Socken, zu kurze Hosen, zu besorgende Geburtstagsgeschenke, zu schmierende Schulbrote und einzuhaltende Zahnarzttermine spreche, sondern über ganz andere Themen.

Dieses Leben, in dem keiner weiß – nur vielleicht ahnt?! – dass ich gerade noch ein Brot gebacken habe, Butterbrotdosen aus den Tiefen der Schulrucksäcke der Jungs zusammengesucht habe, und dabei ordentlich geflucht habe, für mittags schon die Kartoffeln geschält, noch Schulunterlagen unterschrieben, einen Fahrdienst organisiert und mindestens ein Kind angeschrieen habe, weil ich eben auch ein Mensch bin, und danach noch eine Hinterlassenschaft meines Hundes von der Strasse aufgelesen habe.


Das ist dieses eine Leben! 

Das, in dem mich die einen Menschen kennen und mich treffen, wenn ich im Aldi an der Kasse stehe, oder den Müll herausbringe.
Das Leben, in dem ich mir vornehme, HEUTE endlich den Wäscheberg, der noch die T-Shirts vom Sommerurlaub enthält, wegzubügeln und die Papiere auf meinem Schreibtisch zu sortieren, damit es nie wieder passiert, dass das Zollamt die Zahlung der Kfz-Steuer im Wert von 18,23€  für einen kleinen Anhänger anmahnt, und in dem ich die Jeans mit tausend Löchern und Fellpantoffel mit Puschel trage.
Dieses Leben mit den Menschen, ohne die ich nicht sein möchte.
Dieses Leben, das ich nicht missen möchte.

Und da ist dieses andere Leben.

Das, in dem ich manchmal mein Aluköfferchen durch die Flughafenhalle rolle, um zu einem Firmenevent zu fliegen, oder in Meetings sitze und viel zuviel Kaffee trinke. In dem ich Firmengäste im schwarzen Hosenanzug begrüße und hin und wieder einem anderen meine Visitenkarte in die Hand drücke, damit mein Gegenüber sich meinen, für Ausländer so schwierigen Namen, merken kann.

Das ist dieses andere - völlig andere -  Leben, ohne dass ich nicht sein möchte. AUCH nicht sein möchte.

Das ist eben die andere Lillewind.
Die eine kann es nicht ohne die andere geben.

Aber wie kann das sein? 
Ist das nicht irgendwie... eine multiple Persönlichkeit?

Egal! Ich liebe meine zwei Leben.
Oder vielleicht sind es ja sogar drei?
Aber keines wäre tatsächlich ohne das andere so gut wie es ist.
Das weiß ich genau.

Aber, um ehrlich zu sein,  ist es manchmal auch schwer.

Denn bin ich die eine Persönlichkeit, wäre ich manchmal auch gern am Ort der anderen.

Und dann gibt es diese Momente, an denen ich noch länger am Ort der anderen Lillewind geblieben wäre - oder nicht weiß, welche Lillewind ich jetzt eigentlich bin.


Beide Leben sind toll!
Keines will ich missen!

Und dann muss ich wieder lächeln!


Denn glaubt mir...

Manchmal, wenn ich morgens das Haus verlasse und mein Blick noch kurz auf den Bügelkorb mit den T-Shirts vom Sommerurlaub fällt, grinse ich und denke an den, vielleicht so wahren, Satz einer berufstätigen Mutter, den ich vor kurzem irgendwo gelesen habe:

 Ich bin eine Schlampe im Tarnanzug!


Wer weiß?
Und, liebe Leute, ich verspreche Euch:


Von dieser Sorte gibt es viele.

Und wir sind unter Euch!






Schmunzelnde Grüße von

Eurer Lillewind






Donnerstag, 6. Oktober 2016

Welcome Herbst! It's Thai Curry Time!













Nachdem sich der Sommer ja erst etwas schwer getan hat, müßt Ihr doch wirklich alle zugeben, dass er uns dann noch vom Feinsten verwöhnt hat.

Der Spätsommer war der absolute Traum.

Ich kann mich an keinen so ausdauernd warmen und gleichbleibend schönen September erinnern wie den in diesem Jahres.

Und dennoch, der Herbst ist schon seit längerer Zeit mehr als spürbar. Aber eben "schön" spürbar!

Die Blätter verfärbten sich ohne Rücksicht auf den warmen September, der uns glauben machen wollte, der Sommer würde niemals enden, und fielen auch schon zahlreich von den Bäumen.

Die Sonne stand längst nicht mehr so hoch am Himmel wie im eigentlichen Hochsommer – und am deutlichsten spürte man wohl daran, dass es seit der letzten Woche abends auch schon um 19.30h dunkel ist, dass der Sommer eigentlich vorbei ist.

Aber dennoch… Alles hat seine Zeit.

Ich habe ihn so genossen, diesen geschenkten Sommer!

...aber jetzt freue ich mich genauso sehr auf den Herbst!








Auf die gemütlichen Stunden mit einer Tasse Tee und einem guten Buch (Nachschub ist schon da!), die dicke Wolldecke, die ich im Frühling, der zunächst ja auch keiner werden wollte, noch zu stricken begonnen hatte, soll jetzt endlich fertig werden – und endlich, endlich kann man zuhause wieder über eine andere Ernährungsform als das Grillen nachdenken.

Ich freue mich auf die Kürbisse - und muss trotzdem gestehen, dass ich noch keinen einzigen in der Hand hatte - aber vorallem auf die warmen Suppen und Currys.








Am Sonntag wurde ganz offiziell unsere Segelsaison beendet, und trotz warmer Schuhe - ich biete in meinen dicken Fellstiefeln (!!!) auf dem Segelboot immer wieder Anlass zu Gelächter, was mir aber völlig egal ist - und ebenso dicker Jacke, war ich abends so durchgefroren, dass ich zum einen dem Segelboot freundlich und gern für längere Zeit „Adieu“ sagen konnte, und mich zum anderen sehr auf eine wärmende Suppe freute.












Und die gab es nun vorgestern auch in Form eines

Roten Thai Currys.



Genau das Richtige, um sich aufzuwärmen.
Sättigend und mit einer angenehmen Schärfe.

Genau das Richtige, wenn Ihr kalte Füsse habt, oder Euch das Herz wärmen möchtet.

Macht satt und glücklich, und wer die thailändische Küche mag, kommt nicht daran vorbei!

Und so ein Curry ist - was die bloggende Hausfrau ja zu schätzen mag - wirklich einfach und schnell zuzubereiten und in nur ca. 30 Minuten auf dem Tisch.





















Deshalb schreibe ich Euch auch hier noch schnell das Rezept auf:
 

Rotes Thai Curry

mit Hähnchen


Was Ihr für 4 Personen braucht:



  • 400 g Hähnchenbrustfilet
  • 400 ml Kokosmilch
  • 2 EL Fischsauce
  • 2 EL rote Currypaste
  • 1 TL braunen Zucker
  • 2 Stangen Zitronengras
  • 4  Kaffirlimettenblätter (getrocknet)
  • 2 Schalotten
  • 200 g Blumenkohl- oder Brokkoliröschen
  • 2 Paprika
  • 100 g Zuckererbsen
  • 50 g Sojasprossen
  • Öl zum Anbraten (vorzugsweise Sesamöl)




Zunächst schneidet Ihr das Hähnchenfleisch in mundgerechte Streifen.
Ebenso müsst Ihr den Blumenkohl oder Brokkoli in mundgerechte Stücke teilen  und die Paprika kleinschneiden.
Die Schalotten müssen in feine Streifen geschnitten werden.
Von den Zitronengrasstängeln entfernt Ihr die äusseren Blätter und schneidet sie in ganz feine Ringe.
Die Zuckerschoten bleiben ganz.

Nun erhitzt Ihr das Öl in einem Wok oder einer großen Pfanne und schwitzt die Zwiebel darin kurz an.
Dann gebt Ihr die Rote Thai Currypaste zu und bratet sie etwas an, bis es schön duftet.

Nun gebt Ihr ca. 50 ml Kokosmilch hinzu.
Dann das Hähnchenfleisch hinzugeben.
Die Kaffirlimettenblätter in den Händen zerbröseln und dazugeben.
Die Fischsosse und den braunen Zucker zugeben.

Das Ganze gut verrühren und kurz aufkochen.

Dann die restliche Kokosmilch und das ganze Gemüse - bis auf die Sojasprossen! - zugeben und ca. 10-15 Minuten, bis das Hähnchenfleisch durch ist, köcheln lassen.

Dann die Sojasprossen zugeben und kurz aufkochen.



FERTIG!!!









Dazu gibt es bei uns Basmati-Reis und Baguette.
Und glücklich ist die Familie!
Ehrlich!

Ich muss übrigens nicht sagen, dass ich vormittags, als ich kalte Füsse hatte und einen leichten Halsschmerz spürte, entschied, abends das Curry zu kochen und mittags alles Nötige einkaufte, um dann später in der warmen Nachmittagssonne in der Küche zu werkeln.
So macht mir der Oktober Spaß!



Und dennoch…
Am Ende dieser Woche gibt es Herbstferien – und ich habe den Hals noch immer nicht voll und schleppe die Familie noch einmal an die See. Was denkt Ihr wohl, wohin schon wieder?!

Von dort bringe ich dann wieder neue Inspirationen mit - und unter anderem werde ich Euch mindestens einen Tag mit nach Amsterdam nehmen!

Ich freue mich schon so!


Laßt auch Ihr es Euch gut gehen und genießt die Zeit!



Liebste Grüße


Eure Lillewind








Sonntag, 2. Oktober 2016

Yoga - Pferde - Therapie! Lillewinds HERZENSSACHE mit Verlosung #sauerland







Heute möchte ich Euch wieder einmal etwas Wunderbares aus dem Sauerland vorstellen.

Ich selbst, die ich gar nicht hier – jedenfalls nicht im, sagen wir mal, Zentrum – geboren wurde, habe ja tatsächlich manchmal Sehnsucht nach einem Leben in der Großstadt wie Hamburg oder München.

Aber im tiefsten Herzen weiß ich genau, dass das Quatsch ist.

Und dann bin ich wieder stolz darauf, hier zu leben und bin immer wieder begeistert, was für tolle Menschen in diesem Teil Deutschlands leben, von dem doch gesungen wird, dass er von qualmenden Misthaufen und Mädchen, die wilder als die Kühe sind, ausgemacht wird.

Denn da geht noch so viel mehr….!

Du musst gar nicht so weit in die Ferne schweifen, um ganz wunderbare Projekte und Initiativen zu finden.

Man muß gar nicht erst bis Davos oder New York – bereits im Nachbardorf kannst Du Dich dafür engagieren, dass die Welt ein wenig besser wird.

Und dazu möchte ich Euch heute etwas vorstellen, das mir selbst eine echte, echte Herzenssache ist.

Eines vorab...

Anderen zu helfen muss gar nicht immer anstrengend sein.
Im Gegenteil! Ich denke, die schönste Art zu helfen, ist es, wenn man dabei sogar noch sich selbst etwas Gutes tun kann.

In Hollywood nennt man so etwas Benefiz-Gala oder –Veranstaltung….

…im Sauerland nennt man das Benefiz-Yoga!








An einem wunderschönen Sonntag im September - und was hat uns der September für schöne Sonnen-Sonntage beschert, oder?! -  hatte ich die herrliche Gelegenheit, an einer Benefiz-Yogastunde bei Kati vom Yogastudio Yogaraum teilzunehmen.

Ihr erinnert Euch?! Kati ist eine dieser der Yogalehrerinnen, auf die das Sauerland echt stolz sein kann.

Benefiz heißt ja, dass mindestens zwei Seiten etwas Gutes von der Sache haben, und so hat Kati sich kurzfristig bereit erklärt, im wunderschönen Naturgarten Ihres Schwiegervaters eine Yogastunde zu geben, und auf eine Bezahlung dafür zu verzichten, sondern das, was die Teilnehmer zu geben bereit waren, für ein Projekt zu spenden, das eine echte Herzensangelegenheit ist.


Auch meine!













Und deshalb möchte ich Euch dieses Projekt in diesem Post  gern vorstellen:

Kennt Ihr schon den Förderverein







Reiten...
Die meisten von uns denken bei Pferden und Reiten doch an Reitvereine, kleine Mädchen in rosa Kleidchen, die unbedingt ein Pferd haben möchte, und an teure Reitstunden, die sich ebenso wie Tennis- und Segelstunden doch nur ein kleiner Teil der Bevölkerung erlauben kann.




















Erst, als ich selbst einmal auf der Suche nach Unterstützung und einer Alternative zur klassischen Ergotherapie war, befasste ich mich mehr mit dem Thema

Reittherapie


D.h. Reiten nicht allein zum Spass, sondern als therapeutisches Mittel.

Dabei habe damals die Therapeutin und Reitlehrerin, Kirsten Reppel-Böhmer, kennengelernt.







Kirsten ist nicht nur durch das Deutsche Kuratorium für Therapeutisches Reiten (DKThR) zertifiziert, verfügt über viele Jahre Berufserfahrung als Ergotherapeutin sowohl in der Praxis wie auch im psychiatrischen Bereich und ist ausserdem auch noch als Trainer C Breitensport ausgebildet.
Und so umfassend wie sich ihre Ausbildung anhört, ist auch Ihr Fachwissen, das durfte ich immer wieder feststellen.
Und das ist auch gut so, denn wer Reittherapie anbietet, für den ist Idealismus wichtig, aber fachlicher Hintergrund unumgänglich.









Schöne Sache, die Reittherapie, habe ich damals auch zunächst gedacht.

Betrifft hauptsächlich Kinder, denen man die Ergotherapie in einer anderen Form als in der Praxis zugute kommen lassen möchte.
Mal was anderes eben?!

Nicht ganz, denn dann erfuhr ich die ganze Wahrheit.

Reittherapie, und die Arbeit von Kirsten Reppel-Böhmer und dem engagierten und sympathischen Team in Balve bedeuten so viel mehr....


Auch, wenn wir es nicht mitbekommen, weil es – wie so oft – ja nur den anderen passiert, kommen trotz aller medizinischer Unterstützung heute leider auch Kinder zur Welt, die körperlich und geistig eingeschränkt sind.

Das ist vielleicht der schlimmste Fall, aber es gibt ebenso oft in der heutigen Zeit Kinder, die im Alltag und der Schule mehr oder weniger große Probleme haben. Zumeist, sich zu konzentrieren. Oft steht die Diagnose ADHS im Raum, und so oder so werden diese Kinder vielleicht nicht die gesetzten schulischen Ziele erreichen können und damit oft einen langen Leidensweg vor sich haben.

Es gibt aber auch Erwachsene, die nach plötzlichen Erkrankungen wie Schlaganfällen o.ä. unter starken körperlichen Einschränkungen leiden, oder Erwachsene, die unter Depressionen leiden.

All diese Menschen haben in der Regel Ihren ganz eigenen langen Leidensweg vor- oder hinter sich.

Viele sind durch ihre Beeinträchtigungen nicht in der Lage, Berufen nachzugehen, die es Ihnen finanziell ermöglichen, alternative Heilmethoden zur Schulmedizin zu probieren, oder – noch viel schlimmer – die teils sehr hohen Zuzahlungen, die fällig werden, wenn bei Therapien oder Hilfsmitteln nicht nur die Standardausführung, sondern u.U. eine andere oder/aber höherwertige Ausführung, die das Leben um so vieles erleichtern kann – gewählt wird.

Besonders tragisch ist das doch irgendwie immer bei Familien mit behinderten Kindern.

Oftmals kann nur ein Elternteil arbeiten gehen, weil das Kind dauerhafte Betreuung benötigt, und dieses eine Gehalt kann oft nicht die teuren Hilfmittel und Therapien tragen, die dem Kind – und der Familie – das Leben so viel leichter machen könnte.

Ihr alle könnt Euch vorstellen, was allein ein Spezial-Rollstuhl kostet, und welche Kosten auf eine junge Familie zukommen, wenn dazu auch noch ein geeignetes Familienfahrzeug angeschafft werden muss.

Wer kann da noch  eine alternative Therapie bezahlen, die dem Kind zwar bestimmt helfen, aber nicht - oder nicht mehr - von den Krankenkassen bezuschusst wird?







In Balve-Langenholthausen gibt es die Möglichkeit, Kindern mit verschiedenen Beeinträchtigungen mit Hilfe von Pferden und Reittherapie zu helfen.

Heutzutage sagt die „Delphin-Therapie“ oder „Schwimmen mit Delphinen“ fast jedem etwas, aber wußtet Ihr auch, dass auch Pferde hochsensible Tiere sind?

Und, weil ich es selbst in einem - wenn auch unvergleichbar leichteren - Fall beobachten konnte, behaupte ich, dass ein gut ausgebildetes Therapiepferd zusammen mit der Reittherapeutin ein kleines Wunder bewirken kann.

Versteht mich nicht falsch!
Pferd und Therapeutin heilen keine Krankheiten.

So gern sie es täten, Sie können keine Epilepsie heilen oder Blinde sehend machen, aber sie können so viel Wohlbefinden schaffen und die Motorik soweit beeinflussen, dass ein beispielsweise ein Kind, das bislang nur in der Lage war, zu liegen, sich irgendwann vielleicht drehen kann oder mit Unterstützung sitzen kann, oder unter anderem wenigstens Abhusten lernt, um den Atemwegen Erleichterung zu verschaffen.


Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die Arbeit mit dem Pferd Unglaubliches vollbringt.

Auch meinem Sohn Piet haben Reitstunden auf den Balver Therapiepferden aber auch die Reittherapeutin,
Kirsten Reppel-Böhmer, selbst, so unglaublich gut getan.

Vorher konnte er sich schlecht konzentrieren und hatte unglaubliche Angst vor Tieren.
Nachher liebte er die Pferde und Kirsten, und wir bekamen unseren Familienhund.

Während der Reitstunden, sowohl im freien Gelände als auch auf dem Übungsplatz, aber unglaublicher Weise auch bei der Pflege des Pferdes nach dem Reiten, ließ Kirsten ihn ganz nebenbei an ihrem schier unermesslich großen Wissen zu Pferden teilhaben, und auch für mich war es hoch interessant

Die besondere Atmosphäre auf dem Hof, mit den Pferden und Kirsten, und das Empfinden, wie wohl sich Piet dort fühlte, hat auch mir so gut getan.





Alles, was ich heute über Pferde weiß – für mich bis dahin die schönen, fremden Wesen, auf denen man sich früher schnell von A bis Z bewegen konnte –, weiß ich praktisch aus den Stunden bei Kirsten.

Ich kann sie Euch von Herzen nur empfehlen.

Aber die Reitstunden haben leider einfach auf Grund der Lebenshaltungskosten der Pferde einen Preis.

Und das ist nachvollziehbar, denn schließlich ist ein Pferd keine Gymnastikmatte oder ein Holzgerüst zum Klettern.

(Und auch solche Geräte sind schon sehr teuer).

Ein Pferd ist ein Lebewesen. 

Es muss zum einen fressen - was sich gerade diese lieben Therapiepferde, die so einfühlsam sind und zusammen mit der Therapeutin eine harmonische Synergie bilden, mehr als verdient haben.

Aber leider werden sie vielleicht auch einmal krank und benötigen einen Arzt, eine neue Decke, Impfungen, ein Dach über dem Kopf, und, und, und, und….








Auch die Therapeutin muss in der Regel ihr Leben finanzieren, weshalb man einen Satz für eine halbe Stunde Therapiereiten verlangen müßte, den sich die Balver Therapeuten weigern, Familien und Menschen abzunehmen, von denen sie doch genau wissen, dass sie es im Leben ohnehin schon so schwer haben und genau dieses Geld nicht zahlen können.


Aber die Krankenkassen zahlen für diese Art der Therapie entweder gar nichts mehr oder nur einen kleinen Zuschuss.

Die Balver Reittherapeuten berechnen deshalb für eine Therapiestunde viel weniger , als sie eigentlich kosten müßte.

Leider halten es die Fixkosten nicht so und werden trotzdem nicht geringer.

Der Verein ist deshalb einfach auf Spenden – und seien es nur ein paar Euro, gar nicht die ganz große Summe – angewiesen.













Aus dem Grund hat Kati an diesem einen wunderschönen Sonntagmorgen im September zusammen mit ihren drei Yogalehrerkollegen, 

Stefan, Sabine und Claudia


spontan Yoga zugunsten des 







unterrichtet.


Was für eine schöne Idee!

Stellt Euch vor, Ihr liegt auf der Yogamatte und könnt während der Asanas den Blick in den Himmel richten, oder auf die grüne Wiese unter Euch oder in die grünen Blätter der Bäume.








Und dabei riecht Ihr die Natur und genießt es einfach, auf der Welt zu sein.

Es gibt für mich nichts Schöneres als Yoga in der freien Natur zu üben.

Gern in der naturbelassensten Natur – wo man auch noch neue Freunde findet.


Darf ich daher vorstellen? Meine neuen Freundin?!

Amanda Ameise!






Es gibt tatsächlich kaum eine schönere Art , in einen Sonntag zu starten.



Auch ich selbst möchte so gern den Förderverein unterstützen.


Meine Hilfe soll sein,  den Verein, der zwar eine wahnsinnige Warteliste an Therapiebedürftigen hat, aber dringend Spenden benötigt, bekannter zu machen.
Dabei könntet Ihr mir ganz einfach helfen, in dem Ihr zum Beispiel den Link zu meinem Post bei Facebook einmal teilt.





Es wäre wunderbar, wenn auf diesem Wege mehr Menschen von Reittherapie und vom Förderverein "Reiten für Menschen mit oder ohne Beeinträchtigung LA e.V." erfahren würden und sich dadurch auch noch Sponsoren fänden, die der Verein so dringend benötigt.

Für jeden bietet sich übrigens auch die Möglichkeit, nach Absprache einmal in die Kirstens Arbeit zu schnuppern.
Auch ein Tag im Stall - praktisch hautnah bei Pferd und Therapeutin - läßt sich einrichten, aber wir möchten Euch etwas ganz Besonderes ermöglichen!







Aufgepasst!
Für diejenigen unter Euch, die bis zum 31.10.2016 eine Spende auf das Konto des Vereins leisten möchten - und das muss wirklich keine große Summe sein -  habe ich ein tolles Goodie:

Unter denjenigen, die
bis zum 31.10.2016 bei Einzahlung eine Spende auf das Konto des Vereins
das

Kennwort "Lillewinds Herzenssache"

angeben, losen wir eine Person aus, die einmal für 30 Minuten "am eigenen Leib" das Pferd als Therapiemittel kennen- und spüren lernen darf.

Genießt einmal diese Zeit im Stall, mit den wunderbaren, besonderen Tieren und mit Kirsten, und gewinnt "am eigenen Leib" einen Einblick in die Reittherapie, die hier in Langenholthausen geleistet wird.

Uuuuuuunnnnddd.....last but not least!
Lillewind wird auch dabei sein!
Und Photos machen!


Von Dir und, mit, und auf dem Pferd!






Als Andenken an einen besonderen Moment, in dem Du geholfen hast, die Welt ein wenig besser zu machen...



Ich hoffe, Ihr seid dabei!
Liebste Grüße
von Eurer Lillewind